Mittwochskino: Unter Null - Leben im Schnee

NANOOK, DER ESKIMO

NANOOK OF THE NORTH

Reihe: Mittwochskino: Unter Null - Leben im Schnee
Regie: Robert J. Flaherty
USA 1922 | Stummfilm mit deutschen Zwischentitel | 65 Min.
Der polare Klassiker über das Leben des kanadischen Inuit Nanook und seiner Familie in arktischer Kälte. Robert Flaherty verbrachte Monate bei den Eskimos in Nordkanada, bevor er diesen Film drehte. Er schildert das Leben Nanooks und seiner Familie im Alltag, beim Kampf gegen die Kälte und der Nahrungsbeschaffung, aber auch auf einer gefährlichen und seltenen Walrossjagd. Bereits in den 20er Jahren war Flahertys Film ein Riesenerfolg beim internationalen Publikum, das ihn als einen persönlichen, feinfühligen und ungewöhnlichen schönen Film empfand. Flahertys dynamische Kamera und sensible Beobachtungsgabe revolutionierten damals den Dokumentarfilm. »Ein Bilderbogen, der noch nach Jahrzehnten durch seine unsentimentale Frische besticht. Nanook und seine Familie werden nicht als geworfene Helden in feindlichen Eiswüsten präsentiert, sondern als geschickt arbeitende Überlebenskünstler.« (Der Spiegel, 1988)
Am Mittwoch den 18.01., improvisieren die beiden Musiker, Harald Kimmig (Geige) und Ephraim Wegner (digitale Klangerzeugung) mit und zu dem Film. Ihr Spiel ist sowohl ein instrumentelles Experimentieren als auch unmittelbares Interagieren miteinander. Die hierbei entstehenden Musikdialoge enthalten Momente der Konsonanz sowie Dissonanz, erstaunliche Klangereignisse, bestehend aus Clustern, tragenden Flächen und repetitiven rhythmischen Arrangements.