MITTWOCHSKINO: DAS KINO MOHAMAD MALAS

LADDER TO DAMASCUS (SELAM ILA DIMASHQ)

Reihe: MITTWOCHSKINO: DAS KINO MOHAMAD MALAS
Regie: Mohamad Malas
Syrien 2013 | OmeU | 97 Min.
Ghalia glaubt, vom Geist Zeinas besessen zu sein, einer jungen Frau, die am Tag ihrer Geburt im Meer ertrank. Sie geht nach Damaskus, um Schauspiel zu studieren und mehr über sich selbst zu erfahren. Dort kommt sie in einem alten Haus in der Damaszener Altstadt unter, dass von jungen Künstlern aus allen Teilen Syriens bewohnt wird. In der bunt gemischten Hausgemeinschaft - Menschen unterschiedlicher religiöser und ethnischer Zugehörigkeit, etwas, was vor der Revolution in Damaskus sehr verbreitet war, aber heute immer mehr zur Unmöglichkeit wird – verliebt sich Ghalia in einen jungen Regisseur. Doch die Realität der Außenwelt und der politischen Ereignisse lässt sich nicht länger fern halten.
Die Hausgemeinschaft verkörpert die Hoffnungen der Syrer auf friedliche Veränderungen, die zu Beginn des Aufstandes noch möglich schienen, doch nun zwischen Angst, Schrecken und Fanatismus zu zerbrechen drohen. Der Spielfilm zeigt sehr eindringlich, wie das Leben in Damaskus sich verändert hat; wieviel es an Kraft kostet, jeden Tag aufs Neue den Willen zum Widerstand zu finden.
Dem renommierten syrischen Filmemacher Mohamad Malas ist mit "Ladder to Damascus" ein Film gelungen, der ohne Gewaltszenen die ganze Tragik der syrischen Situation zeigt. (Charlotte Bank, Qantara.de). Eine Veranstaltung des Kokis in Kooperation mit dem Centre Culturel Français Freiburg zur Fotoausstellung "Syrien: Krieg-Flucht-Ankunft" (16.02. - 12.04.2017) im CCF (www.ccf-fr.de).