NS-Euthanasie und Ausgrenzung heute

24 WOCHEN

Reihe: NS-Euthanasie und Ausgrenzung heute
Regie: Anne Zohra Berrached | mit: Julia Jentsch, Bjärne Mädel, Sabine Wolf
Deutschland 2016 | OF | 102 Min.
Astrid bringt als Kabarettistin die Menschen zum Lachen. Ihr Mann Markus managt sie. Die beiden sind ein eingespieltes Team, haben eine neunjährige Tochter und erwarten gerade ihr zweites Kind. Als sie erfahren, dass ihr Kind nicht gesund zur Welt kommen wird, stellen sie sich zunächst mit großem Optimismus einer Herausforderung, die sie nicht einschätzen können. Doch je näher der Geburtstermin rückt, desto größer werden Astrids Sorgen – die um die Zukunft des Neugeborenen ebenso wie die um Familie und Beruf. Nach vielen Diskussionen und Auseinandersetzungen erkennt Astrid, dass die Entscheidung, die ihr aller Leben betrifft, nur von ihr allein getroffen werden kann. Das ist umso komplizierter, da sie als erfolgreiche Entertainerin in der medialen Öffentlichkeit steht. Auch der zweite Spielfilm der Erfurter Regisseurin Anne Zohra Berrached, die 2013 "Zwei Mütter" befasst sich mit weiblichen Lebensentwürfen. Sie liefert das intensive Porträt einer Frau, die in einen großen moralischen Konflikt geworfen wird, in dem es keine einfachen Lösungen gibt. (Quelle: 66. Internationale Filmfestspiele Berlin - Katalog) Berracheds Abtreibungsfilm soll polarisieren: „Wir gucken da an eine Stelle in der Gesellschaft, an die viele Leute nicht schauen wollen.“ (SZ)