resonance - Pop, Protest und Weltmusik

STANDING ON THE EDGE OF THE WORLD

Sur le Rivage du Monde

Reihe: resonance - Pop, Protest und Weltmusik
Regie: Sylvain L'Espérance
Kanada 2012 | OmeU | 105 Min.
In Bamako in Mali gibt es ein leerstehendes Haus, das "Ghetto". Hier sammeln sich Migranten aus Schwarzafrika, die in ihrem vergeblichen Versuch, nach Europa zu gelangen, halb Afrika durchquerten. Ein Porträt ihrer Hoffnungen, Träume und Ängste. „Das Leiden beginnt, sobald du Schwarzafrika verlässt.“ Als Migranten wollten Erik, Ibri und Amih bis nach Europa gelangen. Als sie im Maghreb ankamen, steckte man sie ins Gefängnis und schob sie dann in die Wüste ab. Jetzt sitzen sie ohne Geld und Papiere in Malis Hauptstadt Bamako fest. Zum ersten Mal seit Monaten werden sie von einer Regierung toleriert und wohnen in einem leerstehenden Haus, das sie „Ghetto“ nennen. Sie erzählen von der entbehrungsreichen Reise quer durch Afrika, von Misshandlungen und Gewalt. In einem Theaterstück und in Rap-Reimen verarbeiten sie ihre Erlebnisse und gelangen zu einem ganz anderen, ungeahnten Ziel: zu ihrem inneren Selbst und an den Kern ihrer Wünsche und Träume.“ Dunja Bialas (DOKfest, München)