resonance - Pop, Protest und Weltmusik

SUMÉ - A SOUND OF REVOLUTION

SUMÉ - Mumisitsinerup Nipaa

Reihe: resonance - Pop, Protest und Weltmusik
Regie: Inuk Silis Høegh | Buch: Inuk Silis Høegh, Emile H. Péronard | mit: Erno Aronsen, Per Berthelsen, Hjalmar Dahl, Per Danker, Hans Fleischer, Lise Hegelund, Malik Høegh, Isak Kleist, Kuupik Kleist u.a
Grönland 2016 | OmU | 74 Min.
Resonance - Pop- und Weltmusik-Filme aus Chile,Grönland und Westafrika.

Seit jeher ist Musik auch ein volkstümliches Mittel, um soziale Unzufriedenheit und politischen Protest zu artikulieren. Seit den 1960er Jahren hat nicht zuletzt das Kino von dieser Verbindung zwischen „Pop & Politik“ profitiert, man denke nur an den Klassiker „Woodstock“ (1970) oder an „Electro Chaabi“ (2013) und den Sound des Arabischen Frühlings. Filme wie sie waren und sind in besonderer Weise geeignet, kulturelle Identitäten über Sprachgrenzen hinweg zu vermitteln. Unsere Auswahl aktueller Musikdokumentationen führt nach Grönland, wo in den 70er Jahren die Rock-Band Sumé indigene Forderungen formulierte, nach Chile, wo der deutsch-chilenische Bassist Rodrigo Gonzalez die Protestsänger der „Nueva Cancion Chilena“ aus den 60er und 70er Jahren traf, und nach Mali, wo sich Musiker in der Gegenwart eines religiösen Fundamentalismus’ erwehren müssen.


Eine erfolgreiche Rockband aus Grönland? Es gab sie tatsächlich! Im Jahre 1973 veröffentlichte die grönländische Band Sumé ihr Debüt-Album und eroberte in Rekordzeit die Haushalte der Insel hoch oben im eisigen Norden. „Der Dokumentarfilmer Inuk Silis Høegh verbindet in seinem Porträt jede Menge altes Archivmaterial mit aktuellen Interviews. Nicht nur die Bandmitglieder und ihr ehemaliger Produzent kommen dabei zu Wort, sondern auch die Fans von damals. Und doch transportieren Sumé weitaus mehr als nur nostalgische Gefühle. "Sumé", der Film, ist ein historisches Dokument. Wie Popgeschichte zu Zeitgeschichte mutiert, führt er geradezu exemplarisch vor. "Sumé", der Film, hat also auch für Nicht-Grönländer einen großen Wiedererkennungswert. Das ist überraschend, und es fasziniert. Schön ist es auch, in den gealterten Protagonisten der Gegenwart die Jungen von damals zu entdecken. Und erhellend, wie stark Popkultur überall auf der Welt Lebensgeschichten formatiert.“ (Jörg Schöning, Spiegel-Online)