Mittwochskino

LE GRAND VOYAGE - DIE WEITE REISE

Reihe: Mittwochskino
Regie: Ismaël Ferroukhi | Buch: Ismaël Ferroukhi | mit: Nicolas Cazalé, Mohamed Majid, Malika Mesrar El Hadaoui u.a.
Frankreich, Marokko 2004 2004 | OmU | 108 Min.
Kurz vor seinem Abitur muss Reda die Provence verlassen, um seinen Vater mit dem Auto nach Mekka zu bringen.
5000 Kilometer in einem alten Peugeot „dauert“ die weite Reise. Im beengten Raum des Wagens gibt es nun keine Ausflucht mehr: Vater und Sohn sind gezwungen, miteinander zu reden und das ist keineswegs einfach. Reda, geboren in Frankreich, versteht Arabisch, ohne es zu sprechen, sein Vater, geboren in Marokko, versteht wiederum Französisch, ohne es zu sprechen. Der Vater, seit dreißig Jahren in Frankreich, hält nach wie vor an den muslimischen Traditionen fest und lehnt den westlichen Lebensstil seines Sohnes deutlich ab. Réda hat mit Religion und Tradition nichts am Hut und beobachtet die Handlungen des Vaters mit unverhohlener Skepsis. Schließlich führen verschiedene menschliche Begegnungen auf der Reise zur Wende in ihrer schwierigen Beziehung. Über 5.000 Kilometer im Auto - quer durch den Balkan und den Nahen Osten- haben die beiden einander näher gebracht. Vater und Sohn lernen sich kennen und entdecken dabei, was sie voneinander trennt, aber auch und vor allem, was sie trotz allem verbindet.
Ein Roadmovie, das die weiten Landschaften und Städte Italiens, der Slowakei, Kroatiens, Serbiens, Bulgariens, der Türkei, Syriens, Israels und schließlich Saudi-Arabiens in poetischen Bildern einfängt und nicht zuletzt durch den Hauptdarsteller Nicolas Cazalé sehr beeindruckt.
"Dialektisch in jeder Hinsicht, berührt diese große Reise umso mehr, denn man durchquert mit diesem Road-Movie großartige Landstriche. Die Reise, Vorwand für die viele Begegnungen unterwegs, die Fragen nach Herkunft, Sprache, Kultur und einer Öffnung dem Gegenüber neu stellen. Auch bekommt man einen völlig neuen Eindruck von Mekka - eine tolle Überraschung." (L'Humanité)
Eine Veranstaltung von Südwind e.V. und Kommunales Kino Freiburg. Gefördert vom Bundesprogramm "Demokratie Leben" und Büro für Migration und Integration.