GEWALT IM FILM: FILM UND VORTRAG

KOMM UND SIEH - GEH UND SIEH

Reihe: GEWALT IM FILM: FILM UND VORTRAG
Regie: Elem Klimov
Sowjetunion 1985 | OmU | 142 Min.
1943, in der Weißrussischen Sowjetrepublik. Der 2. Weltkrieg ist am Wendepunkt. Die Hauptfigur des Films, der 14-jährige Fljora schließt sich gegen den Willen seiner Mutter den sowjetischen Partisanen an. Das Leben im Wald und der Kampf gegen die deutschen Besatzer sind für ihn zu Beginn noch ein großes Abenteuer. Doch im Laufe des Films erlebt der Junge ein Martyrium. Er wird Zeuge brutaler Vergeltungsaktionen von deutschen Truppen (für Partisanenübergriffe), bei denen auch seine Mutter und seine Schwestern umkommen. Schließlich wendet sich das Schicksal und die Partisanen und Fljora bekommen die Täter in die Hände. Anschließend üben sie Vergeltung für die begangenen Massaker. Am Ende des Films ist Fljora ein anderer Mensch, sein Gesicht um Jahre gealtert.
Komm und sieh löst sich von den gängigen Mechanismen konventioneller Kriegsfilme und nimmt die Zuschauer durch neuartige tiefgreifende Seherfahrungen für zwei Stunden in die Hölle des Krieges mit. Aber alles, was
am Ende dieses Films bleibt, ist eine simple und erdrückende Erkenntnis, die kaum ein anderer (Anti-)Kriegsfilm so eindrucksvoll vermittelt: Im Krieg gibt es keine Gewinner, nur Verlierer.