GEWALT IM FILM: FILM UND VORTRAG

GEWALT IM FILM: VORTRAG UND FILMVORFÜHRUNG

Reihe: GEWALT IM FILM: FILM UND VORTRAG

GEWALTDARSTELLUNGEN IM FILM –
EIN HISTORISCHER ABRISS VON DEN ANFÄNGEN BIS ZUR GEGENWART
Das Kommunale Kino Freiburg wird in unregelmäßigen Abständen die filmische Darstellung von Gewalt beleuchten und eine kritische Diskussion hierüber führen. Als Einstieg in diese Reihe wird der Film- und Kulturwissenschaftler Marcus Stiglegger, ein ausgewiesener Experte für diese Thematik, einen Überblick über markante Etappen der filmischen Darstellung von Gewalt in unterschiedlichen Genres der Filmgeschichte geben. Der Vortrag soll mit zahlreichen filmischen Ausschnitten aus der Filmhistorie veranschaulicht werden. Es ist nicht auszuschließen, dass einige Ausschnitte auch schockierend wirken können. Für Jugendliche unter 18 Jahren ist eine Teilnahme an dieser Veranstaltung aus diesem Grund nicht möglich.
Im Anschluss an den Vortrag erfolgt eine Diskussion zum Thema Gewaltdarstellungen im Film.

KOMM UND SIEH – GEH UND SIEH
1943, in der Weißrussischen Sowjetrepublik. Der 2. Weltkrieg ist am Wendepunkt. Die Hauptfigur des Films, der 14-jährige Fljora schließt sich gegen den Willen seiner Mutter den sowjetischen Partisanen an. Das Leben im Wald und der Kampf gegen die deutschen Besatzer sind für ihn zu Beginn noch ein großes Abenteuer. Doch im Laufe des Films erlebt der Junge ein Martyrium. Er wird Zeuge brutaler Vergeltungsaktionen von deutschen Truppen (für Partisanenübergriffe), bei denen auch seine Mutter und seine Schwestern umkommen. Schließlich wendet sich das Schicksal und die Partisanen und Fljora bekommen die Täter in die Hände. Anschließend üben sie Vergeltung für die begangenen Massaker. Am Ende des Films ist Fljora ein anderer Mensch, sein Gesicht um Jahre gealtert.
Komm und sieh löst sich von den gängigen Mechanismen konventioneller Kriegsfilme und nimmt die Zuschauer durch neuartige tiefgreifende Seherfahrungen für zwei Stunden in die Hölle des Krieges mit. Aber alles, was
am Ende dieses Films bleibt, ist eine simple und erdrückende Erkenntnis, die kaum ein anderer (Anti-)Kriegsfilm so eindrucksvoll vermittelt: Im Krieg gibt es keine Gewinner, nur Verlierer.
_ Sowjetunion 1985 / OmU / 142 Min. / Regie: Elem Klimov //
» Di 10.05., 21:30, Einführung: Prof. Dr. Marcus Stiglegger, Berlin //