CineLatino 2016

BRANCO SAI, PRETO FICA

Reihe: CineLatino 2016
Regie: Adirley Queirós
Brasilien 2015 | OmeU | 93 Min.
1986: In einer Satellitenstadt in der Nähe von Brasília wird zu
Soul getanzt. Unter dem Vorwand einer Drogenrazzia stürmen
Polizisten die Party im Club Quarentão, schicken alle
Weißen heraus und schießen anschließend in die Menge. DJ
Jamaika, nun im Rollstuhl, hat seinen eigenen Radiosender
aufgebaut und versucht, die Erlebnisse zu verarbeiten. Der
Tänzer Shokito hat in jener Nacht sein Bein verloren und
experimentiert mit Prothesen. Dann erscheint Dimas, ein
Mann aus der Zukunft, um Beweise für den Überfall zu
sammeln und im Jahr 2073 den brasilianischen Staat dafür zu
verklagen. Er stößt dabei auf Unterdrückung und Diskriminierung.
Adirley Queirós lässt die Grenzen zwischen Dokumentarfilm
und Science Fiction auf poetische Art und Weise verschwimmen
und beleuchtet das immer aktuelle Thema des Rassismus
sowie die fehlende Aufarbeitung solcher Verbrechen.
Preise: Brasília – Bester Film, Mar del Plata – FIPRESCI

Los disparos en una fiesta de música soul con público principalmente
negro cerca de Brasilia dejan dos heridos graves. Una
docuficción poética sobre racismo y represión realizada en base a
hechos reales.

Adirley Queirós wurde in Ceilândia, Brasilien, geboren.
Zuerst war er Fußballprofi, studierte danach Kommunikation
mit Schwerpunkt Film an der Universidade de Brasilia. Sein
erster Kurzfilm Rap, o canto da Ceilândia wurde in Brasilien
mehrfach ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm A cidade é
uma só? Von 2010 gewann u. a. beim Tiradentes Film Festival
und nahm an zahlreichen internationalen Filmfestivals teil.
Branco sai, preto fica ist sein zweiter Film.