Kurzfilmprogramm zur Ausstellung PARADIESFORMAT von Eva Rosenstiel | kino avantgarde | Pionierwerke der Filmkunst

Künstlerisches Kurzfilmprogramm: ART, TI AMO

zur Ausstellung PARADIESFORMAT 05-15 von Eva Rosenstiel

Reihen: Kurzfilmprogramm zur Ausstellung PARADIESFORMAT von Eva Rosenstiel | kino avantgarde | Pionierwerke der Filmkunst

Zur Ausstellung von Eva Rosenstiel präsentieren wir künstlerische Positionen, die mit ihren Laufbildern ein anderes Sehen fordern. Ein Sehen, das nicht das selbstvergessene Eintauchen erlaubt, sondern beim Betrachter vielfältige Wahrnehmungsräume und Phantasien aktiviert, wie die Arbeiten der Künstlerin Eva Rosenstiel. Pionierwerke der Filmkunst, in der die Form selbst zum Inhalt wird: mit ungewöhnlichen Montagetechniken, sich wiederholenden kompositorischen Grundprinzipien und einer rhythmischen Anordnung von Bildern.
Ein besonderes Filmprogramm mit 16 mm-Werken der Avantgarde der 20er Jahre (Hans Richter, Viking Eggeling und Walter Ruttmann,) über filmkünstlerische Arbeiten der 60/70er Jahre bis zur Gegenwart (Marie Menken, Detel und Ute Aurand und Kurt Kren).

_ Rhythmus 21
Hans Richter, D 19224, 3 Min.
Rhythmus 21, Richters erster Film ist eine kinetische Komposition von rechtwinkeligen Formen aus Schwarz, Grau und Weiß.

_ Symphonie Diagonal
Viking Eggeling, D 1923-24, 7 in.
Viking Eggeling schuf mit Symphonie Diagonal den komplexesten und ästhetisch schönsten der frühen abstrakten Filme, obwohl dieses Werk noch sehr der Malerei verhaftet ist. (Hans Scheugl, Ernst Schmidt jr.)

_ Opus IV, Walter Ruttmann, D 1925, 4 Min.
Walter Ruttmanns Opus IV besteht aus Formen, Flächen, Helligkeiten und Dunkelheiten mit all dem ihnen innewohnenden Stimmungsgehalt, vor allem aber die Bewegung dieser optischen Phämomene, die zeitliche Entwicklung einer Form aus einer anderen. (W. R.)

_ Dwightiana, Marie Menken, USA 1959, 4 in.
In DWIGHTIANA unternehmen Perlen, Steine, Glitter, Farben und andere Dinge einen klingenden Spaziergang über die Bilder des Künstlers Dwight Ripley.

_ Lights, Marie Menken, USA 1964/65, 6 in.
Marie Menken malt mit den Lichtern in den Nächten kurz vor Weihnachten, und ihre tanzenden Lichtbilder voller Freude verwandeln die Wirklichkeit – alles ist nur noch in Bewegung und Licht. Eine Hymne auf das Filmen. Ute Aurand

_ Tree again 37/38, Kurt Kren, AT 1978, 3 Min. //
Der erste Film von Kurt Kren in den USA. Im Zentrum gleichbleibender Einstellungen: ein Baum auf einer Wiese in Vermont. Da der Film über einen Zeitraum von fünfzig Tagen aufgenommen wurde, entsteht durch die Einzelbildaufnahmen ein Bildgewitter.

_ Fadenspiele 1
Detel Aurand, Ute Aurand, D 1999, 8 Mi.
"Wir sind zwei Schwestern – die eine malt, die andere filmt. 1999 machten wir unseren ersten gemeinsamen Film. Aus Farbe, Fäden, Ästen, Steinen und verschiedenen Elementen der Natur entstanden Bilder, die ständig ihre Form verändern. Der Film macht die Verwandlung sichtbar – wir sehen wie eins aus dem anderen entsteht und Neues bildet. (Detel Aurand, Ute Aurand)

_ Fadenspiele 3
Detel Aurand, Ute Aurand, D 2013, 9 Mi.
"Wir sind Schwestern. Die eine malt, die andere filmt. Seit 1999 haben wir drei Filme zusammen gemacht,
in denen wir mittels Einzelbildschaltung Dinge in Bewegung versetzen. In “Fadenspiele 3” haben wir im Sommer und im Winter draußen in den Flumser Bergen (Schweiz) gearbeitet." (Detel Aurand, Ute Aurand)