Asynchron. Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust. | kino avantgarde

ASYNCHRON - kino avantgarde

Reihen: Asynchron. Dokumentar- und Experimentalfilme zum Holocaust. | kino avantgarde
Regie: diverse
OmU | 68 Min.
Mit drei kurzen Filmen beteiligt sich das kino avantgarde in diesem Monat an der Reihe Asynchron. Dokumentar- und Experimentalfilme zu Holocaust:

Theresienstadt. Ein Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet
Bekannt auch unter dem Titel ›Der Führer schenkt den Juden eine Stadt‹, gehört dieser Film zu den perfidesten Filmproduktionen der NS-Zeit. Er war nie für das deutsche Publikum bestimmt und die Art und Weise, wie der Film das jüdische Leben in Theresienstadt darstellt, zielte auf die internationale Öffentlichkeit, die nicht erfahren sollte, was in Wahrheit in den Ghettos geschah.

Displaced Person (Daniel Eisenberg)
Daniel Eisenbergs Found-Footage-Film ist der erste Teil einer Trilogie, die sich mit Cooperation of Parts (1987) und Persistence (1997) fortsetzt. Jede dieser drei experimental dokumentarischen Arbeiten beschäftigt sich vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte mit den Formen und Funktionen der Bildlichkeit von Historie und Erinnerung. Eine vielstimmige Collage aus amerikanischen Newsreels der 1930er Jahre, aus der „Deutschen Wochenschau“, aus Interviews mit Claude Lévi Strauss und weiteren Archivfilmen.

Cooperation of Parts (Daniel Eisenberg)
Das filmische Material entstand 1983 während einer Reise Eisenbergs durch Deutschland und Polen, in deren Verlauf er auf den Spuren seiner Familie unter anderem die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau aufsuchte. Die Tonebene des Films besteht neben verschiedenen Klang- und Musikstücken vor allem aus einem von Eisenberg gesprochenen Text, den er im Anschluss an diese Reise verfasst hat.