Freiburger Erstaufführung

LIMBO

Reihe: Freiburger Erstaufführung
Regie: Anna Sofie Hartmann
Deutschland/Dänemark 2014 | OmU | 80 Min.
Es ist Herbst. Die Schornsteine der Zuckerfabrik in der kleinen dänischen Hafenstadt Nakskov rauchen unermüdlich. Sara und ihre Freunde haben das letzte Schuljahr auf dem Gymnasium vor sich. Sie sprechen über das Danach, über den Wunsch, in einer größeren Stadt zu wohnen. Karen ist auf die Insel LIMBO erzählt vom Alltag in der dänischen Hafenstadt Nakskov: In der Zuckerfabrik werden die Rüben verarbeitet, auf dem Gymnasium bereiten sich Sara und ihre Klassenkameraden auf ihren Schulabschluss vor, Fragen nach dem Danach werden akut. Die neue Lehrerin Karen stellt andere Fragen: Was ist Weiblichkeit? Was Männlichkeit? Und wer sieht uns wie? Die Klasse findet Karen seltsam, Sara hingegen fühlt sich zu ihr hingezogen.
Behutsam und genau erzählt LIMBO von der Innen- und Außenwelt dieser Teenager. Er tut dies mit Mut zu Auslassungen und ungewöhnlichen Wendungen und ohne alles zu erklären. Die Kamera schaut den Figuren mit viel Empathie zu, traut sich aber auch, sich von den Figuren zu lösen und einem anderen Interesse zu folgen, um sich ihnen dann wieder zuzuwenden.

LIMBO ist der erste Langfilm der dffb-Studentin Anna Sofie Hartmann. Nach seiner Premiere auf dem Filmfestival in San Sebastián lief LIMBO erfolgreich auf zahlreichen Festivals und erhielt den Preis des Verbands der deutschen Filmkritik beim Achtung-Berlin-Festival.