Affects of (Moving) Images

ZUM VERGLEICH

Reihe: Affects of (Moving) Images
Regie: Harun Farocki
Deutschland 2009 | 61 Min.
Workshop: Affects of (Moving) Images
1.-3. Juli 2015 Kommunales Kino
Kooperationsveranstaltung
mit dem Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG),
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Bilder, Filme – sie lösen Emotionen und Affekte aus. Machtvoll lenken sie unsere Blicke, erschleichen sich mal eindringlich, dann aufdringlich, beizeiten auch gewaltsam durch ihre Omnipräsenz unsere Aufmerksamkeit. (Bewegt-)Bilder sind Archive kollektiven Gedächtnisses, schreiben ihre Skripte ein in unsere Körper- und Geschlechterpolitiken. Sie sind wesentlicher Bestandteil unserer Imaginationen.
Doch wie, mit welchen Effekten lösen (Bewegt-)Bilder ihre Affekte aus? Den Rhythmen und Taktungen, Schnitten und Erzählstrategien visueller Medien möchten wir auf die Spur kom-men. Am konkreten Material erörtern wir Fragen: auf welche Weise vermögen Narrative uns ins Geschehen hineinzuholen oder einen reflexiven Abstand zu bewahren? Welches Verhältnis wird zwischen den Erzählenden und den Betrachtenden hergestellt?
Dabei beschäftigen wir uns vornehmlich mit Kunstschaffenden und Philosophierenden ihres Fachs: Greifen mit Frank Bunker Gilbreth’s »Magie des Bewegungsstudiums« zurück in die Filmgeschichte und verfolgen eigenwillige Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts, so mit dem Essay-Filmemacher und Autor Harun Farocki, der postkolonialen Gendertheoretikerin, Komponistin und Filmemacherin Trinh T. Minh-ha sowie mit Reynold Reynolds, der die Grenzen zwischen Film, Performance, Fotografie und Installation verschwimmen lässt.
Kern des Workshops stellt eine Medienwerkstatt am 2. und 3. Juli dar, für die eine Anmeldung erbeten wird! Hier möchten wir intensiv mit Film- und Videomaterial arbeiten, mit Hilfe der Transkriptionssoftware »Feldpartitur« detailliert in die Effekten- und Affektenkammer visueller Medien eintauchen.
Umrahmt wird die Medienwerkstatt durch öffentliche Parts vom 1. bis 3. Juli. Hier möchten wir Filme zeigen und durch begleitende Vorträge Impulse geben, um diese zu diskutieren.


Wir laden ein zu folgendem Programm:
(Der Workshop wird in englischer Sprache stattfinden! Übersetzungen vom Deutschen ins Englische und um-gekehrt werden nach Bedarf ermöglicht.)

1. JULI 19-21 UHR

WORKSHOPAUFTAKT (ÖFFENTLICH)
ZUM VERGLEICH – IN COMPARISION
Harun Farocki (2009, 61 min)
mit Impulsbeitrag und anschließender Diskussion
Vasanthi Mariadass (Srishti Institute of Art, Design and Technology, Bangalore/I)
»Harun Farocki – Philosopher of Images«




2. JULI 10-21 UHR

THEORIERAHMEN (ÖFFENTLICH)
IMPULSVORTRÄGE MIT DISKUSSION
10-11.30 Uhr Vasanthi Mariadass
»Archive Practice by Harun Farocki: Effects and Affects«
11.30-13 Uhr Verena Kuni (Goethe Universität Frankfurt/D)
»Moving Images: Affects of Time and the Work of Life«
13-14.30 Uhr Mittagspause
MEDIENWERKSTATT 1.0 (MIT ANMELDUNG!)
14.30-16 Uhr Karsten Kannengießer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/D)
»Gender 2.0. Medien- und körpertechnologische Performanzen«
16-18.30 Uhr Studierendenarbeiten aus dem Masterseminar »Gender 2.0«

FILM (ÖFFENTLICH)
19.00–21 Uhr REASSEMBLAGE. FROM THE FIRELIGHT TO THE SCREEN
Trinh T. Minh-ha (1982, 40 min)
Impulsbeitrag mit anschließender Diskussion
Marion Mangelsdorf (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/D)
»Speaking nearby, not about«

3. JULI 10-20 UHR

MEDIENWERKSTATT 2.0 (MIT ANMELDUNG!)
10-11.30 Uhr Impulsvortrag mit Diskussion
Kenan Hochuli (VideoLab Universität Zürich): »Interaction at markets in Istanbul and Zurich: a cross-cultural comparison of physical com- munication behavior and the utilization of spatial resos
11.30-13 Uhr Experimentalwerkstatt »Feldpartitur«. Freies Arbeiten
an den verschiedenen Materialien mit Austausch über Metho nd Tools
13-14.30 Uhr Mittagspause
14.30–16 Uhr Feedbackrunde und
Vorbereitung auf die Öffentliche Abschlussdiskussion

FILMSAMPLING (ÖFFENTLICH)
18–20 Uhr Abschlussdiskussion mit allen Beteiligten auf der Grundlage von Filmzusammenschnitten

Die Veranstaltung ist Teil des Masterseminars »Gender 2.0. Medien- und körpertechnologische Performanzen« von Marion Mangelsdorf und Karsten Kannengießer am Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG), Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Weitere Informationen: www.genderstudies.uni-freiburg.de/lehre/gender2.0