TAG DER KULTURELLEN VIELFALT -TAG GEGEN TTIP

ROHSCHNITT PETER BROETZMANN

Reihe: TAG DER KULTURELLEN VIELFALT -TAG GEGEN TTIP
Regie: Peter Sempel | mit: Peter Broetzmann, Jonas Mekas
D 2014 | 98 Min.
Der deutsche Kulturrat hat den 21.05.2015, den internationalen Tag der kulturellen Vielfalt, zum Aktionstag gegen TTIP auserkoren. Wir stellen an diesem Tag einen, nein zwei Künstler (den Filmemacher Peter Sempel und den Hauptprotagonisten seines neuen Films, den "Godfather of Free Jazz" Peter Broetzmann) ins Zentrum, um ein Zeichen gegen seichten Mainstream und für die kulturelle Vielfalt zu setzen. Genießen sie Peter Sempels neuesten

"Beobachtungen eines Menschen, der in Musik und Kunst immer seinen Weg geht, einen sehr eigenen Weg.
Er ist ueber 50Jahre „on the road“, frueher war er sehr umstritten, heute wird er als „Godfather of Freejazz“ weltweit gefeiert.
Auftritte u.a. in Hamburg, Berlin, Warschau, London, New York, San Francisco und Shenzhen, wo er mit Topmusikern des Landes musiziert,
faszinierend, manchmal skurril.
Peter Broetzmann, ein privat stiller, sehr nachdenklicher Kuenstler in seinem kleinen Garten, zuhaus in Wuppertal, wo er Kunst studierte, und fluxuslernte. Voller ImprovisationsLUST entwickelte er seine extreme Musikwelt zwischen gewaltigen Kraftausbruechen und feinsten Traumphantasien, ein Poet, mit Saxophone, Klarinette, und Tarogato." (Peter Sempel)

"Der Film laesst durch Sempels mehr als zutreffende Ästhetik die grosse Leistung des Free Jazz miterleben: Ein spontanes Ereignis in der Musikgeschichte, ein befreiender Ausbruch aus den tradierten Standards, gegen den Leerlauf beschwichtigender Gewohnheiten. Das kann man nach wie vor in jedem Free Jazz Konzert am eigenen Leib als ein unmittelbar Ergreifendes erfahren, bei Broetzmann kommt das meist auch brutal daher, wovon Sempels Film ein sicht-und hoerbares Zeugnis ablegt. Darueber hinaus gibt es im "Rohschnitt" auch viele poetische Kino-Momente, Sempels Tiere tauchen (wieder einmal) auf und stellen die menschliche Existenz in Frage, ohne dabei als fabelhaftes Symbol verstehbar zu sein. Die Struktur des gesamten Films ist zwar zwangslaeufig linear, denn auch hier folgt nunmal eine Sequenz der naechsten, aber sie bricht trotzdem die erzaehlerischen Standards ueblicher Dokumentationen auf. Dafuer ist Peter Sempel ja auch bekannt und in seinem aktuellesten Streich passt das zur eruptiven Innovationskraft des Free Jazz wie die Faust auf's Auge!"(Oliver Ross, www.sempel.de -> reviews)