BRINKMANN, BLICKE

BRINKMANNS ZORN

Reihe: BRINKMANN, BLICKE
Regie: Harald Bergmann | mit: Eckhard Rhode, Alexandra Finder, Martin Kurz
Deutschland 2006 | 105 Min.
Ein Mann beschimpft den „gelben schmutzigen Himmel“ über Köln, stößt Beleidigungen hervor, gegen die Menschen, die Häuser, die Stadt. Der Dichter Rolf Dieter Brinkmann hat aufgehört zu schreiben, weil er an der Literatur, an der Gegenwart verzweifelt, macht jetzt lieber Fotos und Filme, wie er sagt. Versucht die Momente zu bannen. Die 70er Jahre haben gerade begonnen. Er trägt ein Tonbandgerät mit sich. Wohin er auch geht. Fragen, Antworten, Geräusche: das Kratzen und Rauschen, wenn man Gegenstände über ein Mikrophon reibt. Die Stimmen seiner Frau, seines Sohnes, seiner Weggefährten. „Sprache, Wörter und Sätze sind zur Welterkenntnis untauglich“, sagt Brinkmann, doch die Wörter lassen ihn nicht los. Wie ein Besessener treibt er dahin, ziellos. Er plane sein Leben nicht ...


Auszeichnungen:

Grimme-Preis 2009
Preis der Autoren 2007
Innovationspreis der deutschen Filmkritik 2007