60. Kurzfilmtage Oberhausen - Best Of

OBERHAUSEN - BEST OF DEUTSCHER WETTBEWERB

Reihe: 60. Kurzfilmtage Oberhausen - Best Of
Regie: diverse
Deutschland 2014 | 90 Min.
"Oberhausen on Tour“ bringt das Festival zum Zuschauer: Zum zehnten Mal schicken die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen in diesem Jahr Filme aus ihrem Festivalprogramm auf Welttournee. Ein hochkarätiges Programm, ein großer Erfolg nicht nur in Deutschland, sondern auch international.

Familie, aber auch alternative Lebensgemeinschaften stehen im Mittelpunkt dieses Programms. Während wir in Das satanische Dickicht – EINS die Auflösungserscheinungen einer bildungsbürgerlichen Kleinfamilie boshaft und präzise vorgeführt bekommen, zeigt uns Udita Bhargava auf sinnliche Weise und ganz direkt einen indischen Carrom Club als faszinierende Mischung aus Spielhalle und Halbwelt.
Loretta Fahrenholz lässt klassische Genreunterscheidungen als überholt erscheinen, wenn Uli Lommel inmitten einer merkwürdig anmutenden Lebensgemeinschaft unbeirrt lässig agiert. Susann Maria Hempel schließlich führt eine spezielle ostdeutsche Erfahrung nach 1989 traumwandlerisch als explodierte Puppenstube wieder auf. Dafür erhielt sie schon verschiedene wichtige Auszeichnungen, in Oberhausen den Preis für den besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs 2014.

Das satanische Dickicht - Eins
Das Huhn wird geschlachtet, das Lied gesungen, der See durchquert und die Anhalterin wusste eh nicht so genau, wohin sie wollte. So viel ist jedenfalls klar: Die anderen zu verstehen, das ist schwer.
D 2014 von Willy Hans, 30'

Imraan, c/o Carrom Club
Der 11-jährige Imraan kümmert sich um einen "Carrom Club" in Mumbai. Hier versammeln sich Männer jedes Alters zum Carromspiel. Ein kleiner Einblick in Imraans Cluballtag.
D 2014 von Udita Bhargava, 14'

My throat, my air
Ein semi-fiktionales Familiendrama, gedreht in Münchens kleinbürgerlichem Westend mit dem ehemaligen Fassbinder-Schauspieler, Warhol-Mitarbeiter und Horrorfilmregisseur Ulli Lommel.
D 2013 von Loretta Fahrenholz, 17'

Birds
Da steht er, der Geier. Majestätisch breitet er seine Schwingen aus. Auch die anderen Vögel beobachten ihr Territorium. Quo vadis, Bird?
D 2014 von Ula Braun, 15'

Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen
Ein filmisches Andachtsbuch. Basierend auf Interviews mit einem leidgeprüften Erwerbsunfähigen (und seinen Leidensgenossen), der in Ostdeutschland auf dem Land lebt. Der 1989 sein Gedächtnis verloren hat und seitdem in verschiedenen Albträumen erwacht ist.
D 2014 von Susann Maria Hempel, 18'