22. CineLatino

PELO MALO

reservix
Reihe: 22. CineLatino
Regie: Mariana Rondón
Venezuela 2014 | OmU | 93 Min.
Junior ist neun Jahre alt und lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter und seinem kleinen Bruder in einem riesigen Häuserblock mitten in Caracas. 500 Apartments voll von Menschen und ihren Geschichten. Inmitten des pulsierenden Lebens verbringen die Nachbarstochter und er ihre Zeit mit der Vorbereitung für das Schulfoto. Unbedingt möchte er darauf wie ein Popstar mit glattem Haar aussehen. Aber seine lockigen Haare stehen seinem Wunsch im Wege, sodass er sie um jeden Preis glätten will. Alles wird ausprobiert: vom Föhn bis hin zu Mayonnaise. Seine verbitterte Mutter, aufgerieben zwischen Arbeitssuche und Erziehung, sieht in seinem Wunsch, anders zu sein, Anzeichen von Unmännlichkeit und will davon nichts wissen. Auf der Suche nach seiner eigenen Identität versucht Junior alles, um sich, aber auch seiner Mutter zu gefallen. Nur seine Großmutter scheint sein Verhalten zu akzeptieren. Als sie anbietet, ihn bei sich aufzunehmen, steht er vor einer schwierigen Entscheidung.

¿Aceite, mayonesa o un secador de pelo? Para poder aparecer en la foto escolar como un popstar con pelo liso, Junior, muchacho de nueve años, intenta dominar su pelo rizado como sea. Su amargada madre es cada vez menos capaz de tolerar su deseo de querer ser otro.


Mariana Rondón, 1966 in Barquisimeto, Venezuela, geboren, studierte Animation in Paris und besuchte die Int. Hochschule für Film und Fernsehen in Kuba (EICTV). Heute arbeitet sie als Regisseurin, Drehbuchautorin und bildende Künstlerin und gründete ihre eigene Produktionsfirma Sudaca Films. Ihr erster Spielfilm A la media noche y media lief auf über 40 internationalen Filmfestivals und wurde fünf Mal als bester Erstlingsfilm ausgezeichnet. Für Pelo malo erhielt sie 2013 in San Sebastián die Goldene Muschel.