REALLIE - filmische Realitäten

SYNECDOCHE NEW YORK

Reihe: REALLIE - filmische Realitäten
Regie: Charlie Kaufman | mit: Philip Seymour Hoffman, Samantha Morton, Jennifer Jason Leigh, Michelle Williams
USA 2008 | OmU | 124 Min.
Der Theaterregisseur Caden Cotard lebt in der Kleinstadt Schenectady im Bundesstaat New York. Als er eines Tages ein seltsames Augenleiden feststellt, ist dies der Auftakt zu einer Serie von mysteriösen Nervenkrankheiten, die seine Körperfunktionen außer Kraft zu setzen scheinen. Dann verlässt ihn auch noch Ehefrau Adele mitsamt der gemeinsamen Tochter Olive in Richtung Berlin, wo sie eine hippe Künstlerexistenz beginnt. Cadens Leben ist offenbar völlig aus den Fugen. Irgendetwas muss geschehen. Also mietet er sich für das neue Stück seiner Theatergruppe ein riesiges leerstehendes ehemaliges Kaufhaus mitten in New York. Nach und nach bastelt er darin eine Nachbildung der realen Welt mit Schauspielern, die darin ein fiktionales Leben leben. Drehbuchautor Charlie Kaufman (Being John Malkovich, Adaption, Vergiss mein nicht) gilt als einer der raffiniertesten Storyteller Amerikas. Seine Stoffe beschäftigen sich meist mit den fließenden Grenzen zwischen vermeintlicher, im Film konstruierter Realität und abstruser Traumwelt. Zum Abschluss der Reihe REALLIE - filmische Realitäten liefert dieser Film mit Philip Seymour Hoffman die Grundlage zu einer Diskussion über die Metaebene von Realitätskonstruktionen im Film und ist dabei einfach wahnsinnig unterhaltsam.