Kultregisseur Alejandro Jodorowsky

DER HEILIGE BERG

Reihe: Kultregisseur Alejandro Jodorowsky
Regie: Alejandro Jodorowsky
USA, Mexiko 1973 | OmU | 114 Min.
Die überwältigenden, mystizistischen Bilder des chilenischen Ausnahmeregisseurs Alejandro Jodorowsky sind bis heute ohne Vergleich, auch wenn sie bei jüngeren Generationen vielleicht weniger bekannt sind. Um Jodorowskys großartiges, unbändiges, surreales Kino wieder in Erinnerung zu rufen, präsentiert das KoKi zwei seiner eindrucksvollsten Filme jeweils zu später Stunde.

DER HEILIGE BERG
Ein Dieb dringt in den Turm eines Alchemisten vor, dort unterweist der spirituelle Meister ihn in der Lehre des Tarot. Gemeinsam mit einer Dienerin und sieben weiteren Gefährten macht er sich auf zum heiligen Berg, um das Geheimnis des ewigen Lebens zu ergründen, das dort von neun gottgleichen Unsterblichen bewahrt wird…
Der Heilige Berg ist wohl Jodorowskys Schlüsselwerk, eine bildgewaltige Abrechnung mit der Religion und ebenso eine Hommage wie eine Überbietung der surrealistischen Werke Luis Buñuels, randvoll mit noch nie gesehenen Bilder und Situationen.

EL TOPO
Der psychedelische EL TOPO, der als Paradebeispiel der ‚Midnight Movies’ den Erfolg dieses Genres im New York der frühen Siebziger begründete und bereits John Lennon ins Schwärmen brachte, spielt mit Motiven des Italowestern und erweitert den ästhetischen Rahmen des Westerns um surreale, heilsmythologische Bilder, um von einem gottgleichen Revolverhelden zu erzählen. Der besitzt übernatürliche Kräfte, verfolgt eine Mörderbande und muss der Frau eines Killers drastische Liebesbeweise erbringen. Am Ende dieses brutalen Filmtrips ist man ratlos, aber beglückt. Achtung: sehr explizite Gewaltdarstellungen