CineLatino 2014 - FESTIVAL DES LATEINAMERIKANISCHEN FILMS

MEJOR NO HABLAR (DE CIERTAS COSAS)

SCHWEIGEN WIR BESSER (ÜBER GEWISSE DINGE)

Reihe: CineLatino 2014 - FESTIVAL DES LATEINAMERIKANISCHEN FILMS
Regie: Javier Andrade | mit: Victor Arauz, Andrés Crespo, Alejandro Fajardo
Ecuador 2012 | OmeU | 104 Min.
»Kinder sind die ganze Zeit high« – diese »universale Wahrheit« lernen wir mit und von Paco, dem Erzähler eines Films, dessen Protagonisten genau das sind: die ganze Zeit »high«. Paco und sein Bruder Luís leben den verzweifelten Lebensrausch einer von der Arbeitsmoral ihrer Eltern weit entfernten Generation. Weil sich die Brüder ihren Drogenkonsum auch als privilegierte Söhne der High Society von Portoviejo nicht leisten können, beschließen sie eines Nachts, ihren Vater zu bestehlen – und stürzen die Verhältnisse unweigerlich um. Ihre Wege trennen und kreuzen sich fortan in einem Kampf gegen die Flüchtigkeit der Lebensträume. Dabei entsteht ein anarchisches Familienporträt, das gleichzeitig Fragen an Staat und Gesellschaft mit all ihren kleinen und großen Korruptionen stellt. Nicht zu Unrecht brachte es das Drama zu Ecuadors Einreichung für den Besten Fremdsprachigen Film bei den Oscars 2014.

„Los niños están siempre drogados“ – una experiencia elemental que los hermanos Paco y Luís, que en realidad ya son adultos, toman al pie de la letra. Pero su embriaguez de vida llega a un dramático punto cuando en una de sus escapadas con las drogas van demasiado lejos.


Javier Andrade, 1978 in Portoviejo, Ecuador, geboren, studierte Regie in New York. Bekannt wurde er mit dem Kurzfilm Pía, der beim New Directors/New Films Festival des MoMA gezeigt wurde. Andrades Spielfilmdebüt Mejor no hablar gewann viele Produktionsförderpreise und lief in São Paulo und bei zahlreichen anderen internationalen Filmfestivals. Spielte in diesem Film die Punkmusik eine zentrale Rolle, porträtiert Andrade in seinem nächsten Werk Casa del ritmo die venezolanische Funk-Band »Los Amigos Invisibles«.