CineLatino 2014 - FESTIVAL DES LATEINAMERIKANISCHEN FILMS

ABUELOS

GROßVÄTER

Reihe: CineLatino 2014 - FESTIVAL DES LATEINAMERIKANISCHEN FILMS
Regie: Carla Valencia Dávila
Ecuador/Chile 2010 | OmeU | 93 Min.
Unsterblichkeit und Tod; tot, aber unsterblich – Carla Valencia Dávilas Großväter sind beide auf ihre Weise Helden und könnten zugleich nicht unterschiedlicher sein. Zu dem einen hatte sie eine enge Bindung: Remos, einem unermüdlichen Mediziner und Autodidakten aus Ecuador, der sich selbst und andere auf wundersame Weise heilte, nach einer Formel für ewiges Leben forschte und dem Himmel zu regnen befehlen konnte. Den chilenischen Großvater Juan dagegen lernte sie nie kennen. Unter Allende war er Politiker und wurde 1973 während der Militärdiktatur als kommunistischer Aktivist in einem Konzentrationslager exekutiert. Dávilas sehr persönliche Dokumentation bewegt sich zwischen magischem Realismus und politischer Realität, spiegelt Familien- und Landesgeschichte wider und ist voll von poetischen Erzählelementen. Mit der Suche nach ihren Wurzeln, den Erinnerungen an den einen Großvater und der Annäherung an den anderen, entstehen Aufnahmen, die das Vergessen unmöglich und Intimität über den Tod hinaus möglich machen.

Dos árboles genealógicos, dos paises, dos abuelos. El uno, inmortal curandero en Ecuador, el otro comunista ejecutado en Chile. El acercamiento de Dávila a sus dos abuelos tan distintos es un viaje de recuerdos y una fabulosa y poética historia familiar.


Carla Valencia Dávila, 1975 in Quito, Ecuador, als Tochter einer Ecuadorianerin und eines Chilenen geboren, ist Regisseurin, Cutterin und Produzentin. Schon seit über zehn Jahren ist sie im Filmgeschäft tätig. Abuelos wurde innerhalb von vier Jahren fertig gestellt und ist ihr erster Langfilm. Die Dokumentation gewann viele Preise und lief 2011 auf dem Internationalen Festival für Independentfilm in Buenos Aires (BAFICI).