CineLatino 2014 - FESTIVAL DES LATEINAMERIKANISCHEN FILMS

TIEMPOS MENOS MODERNOS

WENIGER MODERNE ZEITEN

Reihe: CineLatino 2014 - FESTIVAL DES LATEINAMERIKANISCHEN FILMS
Regie: Simón Franco | mit: Ricardo Fernandez, Oscar Payaguala
Argentinien, Chile 2012 | OmU | 95 Min.
Payaguala lebt in der wunderschönen Abgeschiedenheit Patagoniens auf dem Land seiner Vorfahren und im Rhythmus seiner Arbeit als Schafzüchter. Ein Bote liefert in die einsame Harmonie eines Tages eine große Kiste: Der argentinische Staat hat dem brummigen und autarken Einzelgänger einen Fernseher gestiftet. Sein einziger Vertrauter hilft ihm bei der Montage und schon wird das Gerät zum Fenster zur Welt. Payagalo gerät in den Sog der Unmengen an Sendungen, die nun auf ihn einströmen, und hat schnell seine Präferenzen. Die Uhr beginnt anders zu ticken, mit den neuen Möglichkeiten kommen neue Abhängigkeiten. Lakonischer Humor zieht sich durch den ruhig erzählten und großartig fotografierten Film. Hauptdarsteller Oscar Payaguala – Musiker, Journalist und Angehöriger der indigenen tehuelche Aonikenk aus Patagonien – überzeugt außerdem mit zauberhaften Gesangseinlagen.


¿Que pasa si se le regala un telvisor a un hombre completamente aislado y solo? La vida del pastor Payagalos adquiere más color pero ¿también más sentido? Un dudoso logro moderno choca con una autarquía natural.


Simón Franco, 1979 in Argentinien geboren, verbrachte seine Kindheit in Patagonien. Er studierte Regie an der Filmuniversität FUC in Buenos Aires und arbeitet als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur. Franco schrieb und produzierte diverse Kurz- und Werbefilme. Sein Langfilmdebüt Tiempos menos modernos erhielt Auszeichnungen auf internationalen Filmfesten, u. a. den Preis für den Besten Film auf dem Lateinamerikanischen Filmfestival in Triest und den Spezialpreis der Jury beim Internationalen Filmfestival Mannheim/Heidelberg 2012.