Mittwochskino

VIOLETA PARRA

VIOLETA SE FUE A LOS CIELOS

Reihe: Mittwochskino
Regie: Andrés Wood | Buch: Eliseo Altunaga, Rodrigo Bazaes, Guillermo Calderón und Andrés Wood | mit: Francisca GavilnThomas Duran, Patricio Ossa u.a.
Chile, Argentinien, Brasilien 2011 | OmU | 110 Min.
Was Edith Piaf für Frankreich oder Mercedes Sosa für Argentinien, ist Violeta Parra für Chile: Nicht nur die berühmteste Sängerin des Landes, sondern eine nationale Institution. Obwohl sie sich bereits 1967 das Leben genommen hat, wurden einige ihrer Lieder ähnlich denen Victor Jaras zu Hymnen gegen die spätere Pinochet-Diktatur. Ihr Lied »Gracias a la vida« machte Violeta Parra unsterblich. Es wurde von Mercedes Sosa und Joan Baez gesungen und gilt als wichtigste Hymne der Bewegung des »Nueva Canción Chilena«, die in den 1950er Jahren die traditionelle Populärmusik Chiles mit Gesellschaftskritik verknüpfte und zum wichtigen Symbol der lateinamerikanischen Protestbewegung wurde. Parra zog von Dorf zu Dorf, schrieb die Lieder der einfachen Leute auf, komponierte eigene, wurde Malerin, Bildhauerin und Töpferin und hatte als erste Lateinamerikanerin eine Ausstellung im Louvre in Paris.
Mit Violeta Parra hat der chilenische Filmemacher Andrés Wood (Machuca) ihr nun ein beeindruckendes, vielschichtiges filmisches Denkmal gesetzt, das international vielfach ausgezeichnet wurde. Preise u.a.: Silberne Koralle, Havanna Filmfestival 2012; Preis der Jury, Sundance Film Festival 2012