CITIES FOR LIFE | VOICES FROM DEATH ROW

Ausstellung: VOICES FROM DEATH ROW

Reihen: CITIES FOR LIFE | VOICES FROM DEATH ROW

Eine Ausstellung als Annäherung
Der Fotograf und Künstler John Holbrook stammt aus Forth Worth, Texas. Die Wanderausstellung seiner Fotografien von Insassen der texanischen Todeszellen begann ihre internationale Tour 2008 in der Opernhalle in Oslo, Norwegen. Sie tourte durch die Vereinigten Staaten sowie zahlreiche Städte in Europa, darunter Genf, Rom und Amsterdam.
„The only way we can truly stop suffering is to love and forgive those who caused the suffering.“ Dies ist die Botschaft, die er mit Hiilfe seiner Kunst übermitteln möcte. Ohne Verbrechen zu beschönigen, überwindet Holbrook des Spagat zwischen Täter und Kapitalverbrecher und zeigt mit seinen Fotoportraits den Delinquenten vordergründig als Menschen.
Der kalifornische Dokumentarfotograf Ken Light präsentiert Arbeiten aus seinem Bilband „Texas Death Row“. Diese Schwarzweißaufnahmen aus dem texanischenTodestrakt spiegeln persönliche Momentaufnahmen der Delinquenten in Ihrem Tagesablauf, die , anders als wir , wissen wann und wie sie sterben werden:“If, as a cytic society, America chooses capital punishment, the citizenryshould see how it is carried out“. Texas liegt unangefochten an der Spitze der US-Bundesstaaten, in denen Gefangene seit 1976 hingerichtet werden.
Die Zeichnungen der Insassen der Todeszellen:
Nur so gemalt oder doch Annäherung an das Geschehene?
Nur Zeitvertreib in Erwartung des Wahnsinns einer staatlich legitimierten Hinrichtung? Die Bilder sind nicht nur stumme Werke der Betroffenen. Hier ist Kunst Transporteur und Vermittlerin des nur scheinbar Unvermeidlichen. Sie bindet zusammen mit den Werken der Fotografen den Betrachter in die Situation ein, reflektiert und stimmt nachdenklich.
TODESSTRAFE: DIE POSITION VON AMNESTY INTERNATIONAL
Staatliches Töten ist keine angemessene Antwort auf Mord und Kriminalität. Wo sich der Staat zum Richter über Leben und Tod aufschwingt, nimmt nicht Gerechtigkeit ihren Lauf, sondern es wird Rache und Vergeltung geübt. Die Botschaft von Amnesty International lautet desalb unmissverständlich: eine Regierung kann nicht gleichzeitig die Menschenrechte achten und die Todesstrafe verhängen.
Amnesty International fühlt mit den Opfern von Gewaltverbrechen und ihren Angehörigen. Dies Menschenrechtsorganisation erkennt selbstverständlich auc h das Recht und die Verantwortung von Staaten an, Strafverdächtige vor Gericht zu stellen. Gelichwohl wendet sich Amnesty International stets und ohne Vorbehalt gegen die Todesstrafe, ungeachtet der Schwere eines Verbrechens, der Schuld oder Unschuld des Verurteilten oder der Hinrichtungsmethode.
Amnesty International lehnt die Todesstrafe ab, weil sie eine Verletzung des Rechts auf Leben( des fundamentalsten Menschenrechts) und des Rechts keiner grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung oder Strafe unterworfen zu werden, darstelle.
Nur ein kategorisches Verbot der Todesstrafe bringt die Idee zum Ausdruck, dass menschliches Leben das häöchste Rechtsgut ist.
(Weitere Infos unter: http://nodeathpenalty.santegidio.org/en.aspx)