Cinebrasil - Das brasilianische Filmfestival & Lesung

AS MELHORES COISAS DO MUNDO – DIE BESTEN DINGE DER WELT

Reihe: Cinebrasil - Das brasilianische Filmfestival & Lesung
Regie: Laís Bodanzky | mit: Deni se Fraga, Paulo Vilhena, Caio Blat, José Carlos Machado, Gustavo Machado u.a.
Brasilien 2010 | OmU | 107 Min.
Der 15-jährige Hermano, von allen Mano genannt, lebt in São Paulo und ist ein richtiger Großstadtjunge – kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Er spielt Gitarre, liebt Partys, flirtet mit Mädchen, hat viele Freunde, sein Leben könnte nicht besser sein. Ein Ereignis in seiner Familie macht ihm jedoch deutlich, dass das Erwachsenwerden nicht immer einfach ist. Sein Vater verlässt die Familie, allerdings nicht wegen einer anderen Frau, sondern weil er nun mit einem Mann zusammenleben will. Das Verhältnis zu den Eltern, zu seinen Schulkameraden, die Entdeckung der Liebe, Vorurteile und Unsicherheiten sind plötzlich neue Herausforderungen.

AS MELHORES COISAS DO MUNDO ist ein mitreißender Film über das Erwachsenwerden, über die Vater-Sohn Beziehung, Liebe und Vorurteile; eine realistische Darstellung der heutigen Großstadt-Jugend, einfühlsam und lebenslustig, das die Älteren sehnsuchtsvoll zurückblicken lässt.

Der Film lief auf verschiedenen Festivals und wurde u.a. als bester Film 2011 beim VIII Festival Internacional de Cine para la Infancia y la Juventud (FICI 2011) in Madrid ausgezeichnet.

DIE REGISSEURIN: LAÍS BODANZKY
Laís Bodanzky (1969) ist seit vielen Jahren Film- und Theaterregisseurin, die sich insbesondere für die Verbindung von Kino und Bildung in ärmeren Vierteln einsetzt.
2005 iniziierte sie, zusammen mit ihrem Mann Luiz Bolognesi, ein Projekt, eine Art “Kino auf Rädern”, das kostenlose Filmvorführungen in verschiedenen brasilianischen Städten organisiert. Viele Menschen kamen so zum ersten Mal in den Genuss einen Kinofilm zu sehen. Aus dieser Erfahrung entstand 1999 Bodanzkys erster langer Dokumentarfilm: CINE MAMBEMBE - O CINEMA DESCOBRE O BRASIL (Cine Mambembe - Das Kino erobert Brasilien).
2 Jahre später folgte ihr erster Spielfilm BICHO DE SETE CABEÇAS (Das Tier mit 7 Köpfen, 2001); ein Film über einen Jungen, der Drogen konsumiert und von seinem Vater in die Psychiatrie geschickt und schwer misshandelt wird. Diesen Film zu finanzieren war eine enorme Herausforderung, da die meisten Sponsoren nicht mit so schwierigen Themen wie Psychiatrie und Drogen in Verbindung gebracht werden wollten.
In CHEGA DE SAUDADE (Schluss mit Sehnsucht, 2008) erzählt Bodanzky die Geschichten, Erinnerungen und Träume der buntgemischten, exzentrischen Besucher eines Tanzclubs in São Paolo.Beide Filme wurden auf verschiedenen Filmfestivals gezeigt und mehrfach prämiert. Ihr dritter Film AS MELHORES COISAS DO MUNDO (Die besten Dinge der Welt, 2010), ein Film über das Erwachsenwerden, hat verschiedene Preise gewonnen, darunter 8 Auszeichnungen beim Festival do Recife und die Auszeichnung für den besten brasilianischen Film auf dem brasilianischen Filmfestival Paris.
In dem Episodenfilm MUNDO INVISÍVEL (Unsichtbare Welt, 2011) drehte sie die Episode “O ser trasparente”.