Cinebrasil - Das brasilianische Filmfestival & Lesung

ERA UMA VEZ – ES WAR EINMAL

Reihe: Cinebrasil - Das brasilianische Filmfestival & Lesung
Regie: Breno Silveira | mit: Thiago Martins , Vitória Frate , Rocco Pitanga , Cyria Coentro , Paulo César Grande
Brasilien 2008 | OmeU | 117 Min.
Die Favela Cantagalo, Ipanema. – Breno Silveiras erster Spielfilm, Two Sons of Francisco (2005), war Brasiliens größter Kassenschlager der letzten 25 Jahre.
Rio de Janeiro. Dé (Thiago Martins) wohnt in der Favela Cantagalo, in Ipanema. Er ist der Sohn der Hausangestellten Bernadete (Cyria Coentro), sein Vater verließ die Familie früh. Er muss mit ansehen wie sein Bruder Beto von einem Drogendealer getötet wird und wie sein anderer Bruder Carlão (Rocco Pitanga) von Verbrechern aus der Favela verbannt wird. Um nicht in den Teufelskreis der Kriminalität zu geraten, verkauft Dé am Strand hotdogs. Dort beobachtet er Nina (Vitória Frate), eine Tochter aus gutem Hause, die in der Vieira Souto, einer Straße die direkt am Strand von Ipanema liegt, wohnt. Die beiden lernen sich kennen und verlieben sich. Aber die Unterschiede zwischen den beiden Welten lassen sich nicht überbrücken: unterschwellige Vorurteile und Kritik an der anderen Welt treten immer stärker hervor…
Mit großem Einfühlungsvermögen zeigt Breno Silveira die Absurdität einer Gesellschaft, in der Menschen, die in nächster Nähe leben, immer noch unüberbrückbar getrennt erscheinen, so wie Dé und Nina: Er lebt in den Slums von Rio und sie, nur wenige Kilometer entfernt, in einer Blase aus Wohlstand und geglaubter Sicherheit.
ERA UMA VEZ wurde für den offiziellen Wettbewerb des Filmfestival Toronto selektiert.

DER REGISSEUR: BRENO SILVEIRA
Silveira wurde 1964 in Brasília geboren. Er studierte in Paris und arbeitet seitdem als Kameramann, Produzent und Regisseur.
1995 entstand sein erster Film Carlota Joaquina. Für den Film Eu tu eles von Andrucha Waddington arbeitete er als Kameramann. Der Film erhielt den „Grande Prêmio Cinema Brasil 2000“ für die beste Kamera. Silveira macht Werbefilme und erhielt sechs Preise von MTV für seine Videoclips. Er arbeitet immer wieder als Kameramann für große Produktionen, wie La serva padrona (1998)von Carla Camurati, Bufo & Spallanzani von Flávio Tambellini, Gêmeas (1999) von Andrucha Waddington, Traição (1998) und O homem do ano (2003) von José Henrique Fonseca.
Seinen Durchbruch als Regisseur erlangte er mit dem Film Dois Filhos de Francisco – der meistgesehene brasilianische Film im Jahr 2005, der vor allem den Schauspielern viele Preise bescherte. Era uma vez ist sein zweiter Spielfilm. Sein neuester Spielfilm, der Road-Movie À beira do caminho, gewann 5 Preise beim CINE-PE Festival do Audiovisual 2012.