CineLatino - FESTIVAL DES LATEINAMERIKANISCHEN FILMS

CARNE DE PERRO

HUNDEFLEISCH

Reihe: CineLatino - FESTIVAL DES LATEINAMERIKANISCHEN FILMS
Regie: Fernando Guzzoni
Chile/F/D 2012 | OmeU | 81 Min.
Alejandro hat unter Pinochet Menschen gefoltert und arbeitet seit dem Ende der chilenischen Militärdiktatur als Taxifahrer. In der demokratischen Gesellschaft findet sich der durch das autoritäre System der Diktatur geprägte Mittfünfziger nicht zurecht. Er leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, hat Alpträume, Schlafstörungen und Aggressionen. Als ein ehemaliger Kollege Selbstmord begeht und er aufgrund seines kaputten Autos nicht arbeiten kann, entgleist Alejandro immer mehr. Er versucht sich mit seiner Familie zu versöhnen, doch seine Frau will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Auf der Suche nach einer Zukunft, eingeholt von seiner Vergangenheit, unfähig sich seiner Schuld zu stellen und Verantwortung für das Geschehene zu übernehmen, ist der Hund sein einziger Begleiter ...

Alejandro ha servido en el ejército durante el gobierno de Pinochet. Influenciado por el sistema autoritario de la dictadura chilena, no encuentra su sitio en la nueva sociedad democrática. Alcanzado por el pasado no es capaz de enfrentarse a su culpa.


Fernando Guzzoni, 1983 in Santiago de Chile geboren, ist Regisseur und Drehbuchautor. Sein Dokumentarfilm La colorina über die chilenische Dichterin Stella Díaz Varín lief erfolgreich auf mehr als zwanzig Festivals rund um den Globus und wurde in Triest als bester Film ausgezeichnet. Carne de perro, seinen ersten Spielfilm, entwickelte er im Rahmen der Résidence du Festival in Cannes. Der Film gewann in San Sebastián den Preis für die beste Nachwuchsregie.