Stummfilm mit Musikbegleitung

DER SCHATZ

Reihe: Stummfilm mit Musikbegleitung
Regie: G. W. Pabst | Buch: Willy Hennings, G. W. Pabst nach der Novelle von Rudolf Hans Bartsch | mit: Albert Steinrück, Lucie Mannheim, Ilka Grüning, Werner Krauß, Hans Brausewetter u.a.
D 1923 | 68 Min.
G. W. Pabsts Anti-Märchen und Regiedebüt — bereits 1923 uraufgeführt — erzählt vom Glockengießer Svetelenz, der in seinem Haus nach einem Schatz sucht. Aus der Dialektik von Expressionismus und Realismus entwickelte Pabst ein kunstvoll-subtiles Kammerspiel:

Meister Hofer lebt mit seiner Familie und dem Gesellen Svetelenz in einer alten Glockengießerei in Slowenien. Einem Gerücht zufolge sollen die Türken bei ihrer Invasion 1683 einen Schatz in den Gemäuern des alten Hauses versteckt haben. Um die Zuneigung von Hofers Tochter zu gewinnen, setzt Svetelenz alles daran, die versteckten Kostbarkeiten zu finden. Doch das schöne Mädchen hat sein Herz bereits an den jungen Goldschmied Arno verloren. Eifersucht entbrennt in dem Gesellen und als er mit Arnos Hilfe den Schatz findet, versucht er, seinen Nebenbuhler auszuspielen …

Das Stummfilmjuwel und Regiedebüt von Georg Wilhelm Pabst gilt als das letzte große Werk des deutschen Filmexpressionismus. Wir zeigen die jüngst restaurierte Fassung der Stiftung Deutsche Kinemathek, Berlin.

»G.W. Pabst hat mit Geschmack und Kunstwillen gearbeitet. Ihm standen einprägsame Bauten und ein Ensemble starker Darsteller zur Verfügung. Er kannte die dunkle Melodie, die über Carl Mayers besten Filmballaden schwebt und die Vollkommenheit der Schwedenfilme. Und arbeitete, zuguterletzt, mit einem Manuskript, das dramatische Gliederung – nicht so sehr aus den Begebenheiten der Handlung – wohl aber aus den Stimmungsgehalten gewann.« (Neue Berliner Zeitung, Nr. 99, 28.4.1923)