Mittwochskino: Zwischen Fremdheit und Zugehörigkeit

DAS LIED IN MIR

Reihe: Mittwochskino: Zwischen Fremdheit und Zugehörigkeit
Regie: Florian Cossen | Buch: Elena von Saucken, F. Cossen | mit: mit Jessica Schwarz, Michael Gwisdek
Deutschland, Argentinien 2010 | 95 Min.
Manchmal kann ein Lied das Leben eines Menschen von Grund auf verändern, manchmal braucht es dazu nicht mehr als eine kleine Melodie, um tief im Unbewussten sitzende Erinnerungen zu wecken, die besser nicht an die Oberfläche gelangen sollten. So ergeht es Maria, die beim Klang eines Kinderlieds auf dem Flughafen in Buenos Aires von unbekannten Emotionen überwältigt wird, deren Ursachen sie nachzuspüren versucht.
Regisseur Florian Cossen erzählt von einer Frau zwischen den Kulturen, auf der Suche nach der verborgenen Wahrheit über ihre Vergangenheit und von einem zerbrochenen Vertrauensverhältnis zwischen Tochter und Vater. Das mit zahlreichen Preisen prämierte Drama entfaltet sich vor dem zeithistorischen Hintergrund der argentinischen Militärdiktatur (1976-1983); im Zentrum steht jedoch die junge Frau, bei der alles vertraute Wissen über das eigene Woher und damit über das
gesamte Leben zum Einsturz gebracht wird, bis nichts mehr so ist, wie es vorher war.