Der Western als Phänomen der globalen Popkultur

LUCKY LUKE, GO WEST!

TOUS À L'OUEST, UNE AVENTURE DE LUCKY

Reihe: Der Western als Phänomen der globalen Popkultur
Regie: Olivier Jean-Marie | Buch: Jean-François Henry, Olivier Jean Marie nach den Comics von Morris und Goscinny
Frankreich 2007 | OmU | 88 Min.
Eine Gruppe europäischer Immigranten bittet Lucky Luke, ihren Treck von New York aus nach Westen zu führen. Das Problem: Der undurchsichtige Grundbesitzer Crook hat den naiven Siedlern das Land an der Westküste unter der Bedingung verkauft, dass sie es innnerhalb von 80 Tagen in Besitz nehmen. Die Reise würde normalerweise viele Monate in Anspruch nehmen, weiss unser erfahrener Cowboy, deshalb muss der Treck quer durchs Indianerland ziehen. Dass der zwielichtige Crook alles dafür tut, damit die Siedler niemals ihr Ziel erreichen, macht die Aufgabe für Luke auch nicht gerade leichter. Und zu allem Ärger hat er auch noch die Daltons am Hals, die ein auffälliges Interesse an einem der Planwagen haben…
Nach eher missglückten Versuchen, die Abenteuer des Comic-Helden als Realfilm umzusetzen, kehrte Lucky Luke mit diesem Film erfolgreich dahin zurück, wo er filmisch hingehört: zum Animationsfilm. Der liebevoll gestaltete Film mit seinen graphisch ambitionierten Zeichnungen hatte einen enormen Erfolg in den französischen Kinos. Und er zeigt wieder einmal, dass die kreativsten Köpfe der Western-Comics nicht zwangsläufig aus den USA stammen müssen – sondern sehr häufig aus Frankreich und Belgien, den Herkunftsländern von Goscinny und Morris, den geistigen Vätern von Lucky Luke.
Einführung: Alexander Sancho-Rauschel (freier Journalist und Kulturwissenschaftler, Freiburg)