Sonderveranstaltung

HERR ZWILLING UND FRAU ZUCKERMANN

Reihe: Sonderveranstaltung
Regie: Volker Koepp
Deutschland 1999 | 126 Min.
Einst war die Stadt Czernowitz im Westen der Ukraine ein Zentrum jüdischer Kultur in der Bukowina, einem Gebiet nahe der rumänischen Grenze, das über Jahrhunderte hinweg von einem Vielvölkergemisch geprägt war. Es war eine Gegend, in der Menschen und Bücher lebten, sagte der Dichter Paul Celan über die zerstörte Welt seiner Jugend, die nur in der Literatur und in der Erinnerung über Zeiten hinweg lebendig bleibt.
Der 70-jährige Herr Zwilling und seine 91-jährige Bekannte, Frau Zuckermann, gehören zu den wenigen jüdischen Überlebenden, die der Verfolgung durch die Nazis entgehen konnten. Täglich besucht Herr Zwilling in den Abendstunden die 91-jährige Frau Zuckermann. Sie erzählen über ihre Vergangenheit und das Schicksal ihrer Angehörigen, über Kultur und Politik – mal melancholisch, mal mit leisem Humor, aber stets mit spürbarer Energie und einem ungebrochenen Willen zum Leben.
Volker Koepps Portrait der beiden Zeitzeugen ist nicht nur liebevoll und ergreifend, sondern reflektiert über eine vernichtete Kultur.
In Kooperation mit dem E-Werk. Zum Tag der Deutschen Vielfalt. Schwerpunkt Osteuropa.