Mittwochskino: Filmpremieren

Premiere: Filmversion des Oratoriums "Boletín y Elegía de las Mitas" von Mesias Maiguashca

Musik, Gedichte, Portrait-Aufnahmen

Reihe: Mittwochskino: Filmpremieren

Die Eroberung Amerikas durch die Europäer initiierte eine neue Periode in der Geschichte der Menschheit. Die Geschichte kann man nicht
verändern; es ist aber verständlich, dass verschiedene Völker sie unterschiedlich interpretieren. Was für Europa Expansion, Abenteuer und
Bereicherung bedeutete, bedeutete für die Amerikaner Untergang, Verlust ihrer Kultur, Freiheit und Identität – in vielen Fällen geradezu ihre
Auslöschung. Mein Oratorium basiert auf dem gleichnamigen Gedicht von César Dávila Andrade, welches die Versklavung der Indios
durch die Spanier im 16. und 17. Jahrhundert behandelt. Die Komposition besteht aus zwei sich ergänzenden Schichten, einer klanglichen und einer
visuellen. Parallel zur Musik werden auf einer Großleinwand jeweils nur Gesichter von Indianern und Mestizen gezeigt, ohne jegliche Folklore
und Anekdote. Die Portraits illustrieren den Hauptsatz des Gedichts: „Yo soy“ („Ich bin“). (Mesias Maiguashca)