kino avantgarde

MARY ELLEN BUTE - Kurzfilmprogramm

FRÜHES ELEKTRONISCHES KINO

Reihe: kino avantgarde

USA 1934-48 |
Mary Ellen Bute (1906–1983) gehörte in den 1930er Jahren zu den PionierInnen des abstrakten Films in den USA und war in den 1950er Jahren eine der ersten Filmemacherinnen, die sich mit elektronischer Bilderzeugung auseinandersetzten. In ihren kurzen Filmen erforschte sie die Übertragung musikalischer Kompositionsprinzipien auf die Gestaltung visuellen Materials und erprobte verschiedene Möglichkeiten der Verknüpfung von Bild und Ton.
Auf der Suche nach einem geeigneten Medium für ihre Vision einer kinetischen Lichtkunst experimentierte Bute u.a. mit Geräten zur Transformation akustischer in optische Signale, bevor sie den Film als ihr ideales Ausdrucksmittel entdeckte. Beginnend mit Rhtythm in Light (1934) produzierte sie zuerst eine Reihe von Schwarzweiß-Filmen, in denen sie verfremdete Aufnahmen von Alltagsobjekten mit klassischer Musik koordinierte. Ende der 1930er wandte sie sich Animationstechniken und frühen Farbfilmverfahren zu und erschloss sich durch die damit gegebene freie Gestaltbarkeit von Form und Farbe ein vollkommen neues Spektrum zur Kopplung von akustischen und visuellen Elementen, das sie in Filmen wie Polka Graph (1947) kontinuierlich weiter entwickelte. In Mood Contrasts (1953) kombinierte sie animierte Bilder schließlich mit Figuren, die sie durch den Einsatz eines Oszilloskops aus der synchronisierten Musik generierte.
Das Programm: Rhythm in Light (1934/35), Dada (1936), Escape (USA 1937/38), Parabola ( USA 1937), Polka Graph (1947/1952), Color Rhapsody (1948/1951), New Sensations in Sound (1949), Pastoral ( USA 1950/53), Mood Contrasts (1953/56), Imagination (1957)