19. CineLatino - Festival des lateinamerikanischen Films

JEAN GENTIL

Reihe: 19. CineLatino - Festival des lateinamerikanischen Films
Regie: Laura Amelia Guzmán, Israel Cárdenas Ramirez
Dominikanische Republik 2010 | OmeU | 84 Min.
Spielfilm von Laura Amelia Guzmán, Israel Cárdenas Ramírez, Dom. Rep./Mexiko/Deutschland 2010, 84 Min., OmeU

Wer ist Jean Gentil? Einer von vielen heimatlosen Haitianern auf der Suche nach Arbeit in der molochartigen Metropole Santo Domingo. Bald obdachlos führt es den innig gläubigen zurückhaltenden Mann in das Landesinnere, wo er sich immer weiter in Wildnis und Einsamkeit verliert. „Das Unglück ist in deinem Kopf“, ermahnt ihn ein Freund. Ein Mann, der in seiner Heimat Professor war und mehrere Sprachen spricht, fällt völlig aus der Gesellschaft. Wir hoffen mit ihm, dass ihm ein Neuanfang gelingt. Doch mag die Außenwelt zu diesem sanften Menschen nicht recht passen. Selbst die Natur scheint sein fragiles Wesen zu überwältigen. Der dokumentarisch anmutende Film stellt Fragen zur Existenz. „Ich bin am Leben, aber ich lebe nicht.“ Findet er seinen Platz, an dem er glücklich ist? Poetisch und leise inszeniert, zeigt der Film die Einzigartigkeit dieses Mannes und auch jedes Einzelnen auf.

„Si yo pudiera volar al cielo encontraría un sitio para mi. Pero no puedo volar.” Ni siquiera en los parajes despoblados de Haití logra el sensible Jean encauzar su vida. La búsqueda de trabajo y un lugar donde vivir lleva al sin patria más y más hacia la soledad.

Laura Amelia Guzmán, die 1980 geborene Dominikanerin, und Israel Cárdenas Ramírez, geboren 1980 in Mexiko, leben und arbeiten seit 2004 zusammen in Mexiko. Ihr erster gemeinsamer Spielfilm Cochochi feierte seine Premiere 2007 bei den Filmfestspielen in Venedig, gewann den Diesel Discovery Preis beim Toronto International Film Festival, den großen Preis der Jury beim Miami und Toulouse Film Festival und den FIPRESCI beim Gijón und Toulouse Film Festival.