19. CineLatino - Festival des lateinamerikanischen Films

HAMACA PARAGUAYA

Eine Hängematte in Paraguay

Reihe: 19. CineLatino - Festival des lateinamerikanischen Films
Regie: Paz Encina
Paraguay 2006 | OmeU | 78 Min.
Dokumentarfilm von Paz Encina, Paraguay/Niederlande/Argentinien/Frankreich 2006, 78 Min., OmeU

Es ist der 14. Juni 1935. Der Krieg zwischen Paraguay und Bolivien ist seit zwei Tagen zu Ende. Candida und Ramon Caballero sitzen in einer Hängematte auf einer Baumlichtung und warten. Sie warten auf Regen und auf die Rückkehr ihres Sohnes der für sein Land in den Krieg gezogen ist. Was zunächst wie ein Gespräch eines gelangweilten alten Ehepaares über die Hitze, eine bellende Hündin und den Wunsch nach Regen wirkt, kristallisiert sich als Spiegel einer indigenen Gesellschaft heraus, die von Armut und Einsamkeit beherrscht wird.
Ein Dokumentarfilm, der mit wenigen Szenen und fast ohne Dialog auskommt und sich doch auf das Wesentliche konzentriert.

Es el 14 de junio de 1935 en una provincia indígena de Paraguay. Domina un calor agobiante. Cándida y Ramón, viejo matrimonio, dueños de una plantación, esperan tumbados en una hamaca la llegada de la lluvia y el regreso de su hijo que se fue a la guerra.

Paz Encina, 1971 in Asuncion, Paraguay, geboren, studierte an der Universidad del Cine in Buenos Aires Kinematographie. Sie arbeitet als Drehbuchautorin und Regisseurin. Mit Hamaca Paraguaya, dem ersten künstlerisch unabhängigen Spielfilm einer Filmemacherin aus Paraguay und zugleich eine ARTE-Koproduktion, wird 2006 bei den Filmfestspielen in Cannes die Nebenreihe Un Certain Regard eröffnet.