Mittwochskino

Nader und Simin - Eine Trennung

Reihe: Mittwochskino
Regie: Asghar Farhadi | Buch: Asghar Farhadi | mit: mit Leila Hatami, Peyman Moadi, Shahab Hosseini
Iran 2011 | OmU | 123 Min.
Der Spielfilm Nader und Simin war die Sensation der letzten Berlinale. Einzigartig in der Festivalgeschichte wurde er gleich mit drei Bären ausgezeichnet.
Nader und Simin sitzen vor dem Scheidungsrichter. Dabei wird schnell klar, dass sich die beiden lieben – es sind nur die Umstände, die sie auseinander treiben. Simin will mit ihrer Tochter das Land verlassen. Nader weigert sich mitzugehen, er möchte seinen Vater nicht zurücklassen. Als der Richter die Scheidung verwehrt, zieht Simin zurück zu ihren Eltern. Nader engagiert für die Pflege seines Vaters die junge Mutter Razieh. Doch Razieh arbeitet ohne Erlaubnis ihres Ehemannes – und sie erwartet ein weiteres Kind. Mit der Pflege des verwirrten Vaters ist sie schon bald überfordert. Eines Tages bindet sie den alten Mann ans Bett und verlässt die Wohnung.
Als Nader seinen bewusstlosen Vater findet, stößt er Razieh wütend aus der Wohnung. Am nächsten Tag erfährt Nader, dass Razieh bei dem Sturz ihr Kind verloren hat. Wusste er, dass sie schwanger war? Sagt Razieh die volle Wahrheit? Ein Netz aus Lügen, Angst und Beschuldigungen spinnt sich unentrinnbar um alle Beteiligten.
Sehr dicht und packend erzählt Farhadi die Geschichte einer Trennung und öffnet den Fokus immer weiter auf Geschlechter- und Klassenunterschiede. Zwischen allen Fronten hindurch blickt Termeh, die zwölfjährige Tochter, auf ihre Eltern, die eigentlich nur das Beste für sie wollen.