Wiederaufführung

ICH HIESS SABINA SPIELREIN

Reihe: Wiederaufführung
Regie: Elisabeth Marton | Buch: Robert Nordström, Sergej Juritzkij, Imre Becsi | mit: Eva Österberg, Lasse Almebäck, Mercedez Csampai, Palle Granditsky u.a.
Schweiz 2002 | DF | 93 Min.
ICH HIESS SABINA SPIELREIN ist das Porträt einer faszinierenden Frau: Sabina Spielrein war die erste Psychoanalytikerin in der Schweiz, zuvor Patientin und Geliebte von C.G. Jung. Sabina Spielrein war eine Frau, die alles wollte: Karriere, Liebe und Kinder. Sie war intelligent und gebildet, vielseitig interessiert und musisch wie naturwissenschaftlich außerordentlich begabt.
Im Jahre 1904 kam sie 19-jährig wegen nervöser Störungen in die Nervenklinik Burghölzli in Zürich und wurde C.G. Jungs erste Analyse-Patientin. Im Laufe der Behandlung entspann sich zwischen Arzt und Patientin eine Liebesbeziehung.
Bereits nach einem halben Jahre wurde Sabina Spielrein als geheilt aus der Klinik entlassen, studierte Medizin, wurde Mitglied in Freuds psychoanalytischer Gesellschaft und arbeitete später selbst als Psychoanalytikerin und Kinderpsychologin. Ihre wissenschaftlichen Publikationen erregten einige Aufmerksamkeit, ihr Schicksal jedoch blieb lange im Dunkeln.
Erst vor kurzem entdeckte man Sabina Spielreins Aufzeichnungen und Briefe, die ihr Liebesverhältnis zu C.G. Jung enthüllten und die Anfänge der Psychoanalyse in einem neuen Licht erscheinen lassen. In ihrer Korrespondenz mit Jung und Freud wird der Einfluss, den sie auf die beiden Zentralfiguren der Psychoanalyse hatte, deutlich. Der viel diskutierte Bruch zwischen den beiden Männern war nicht nur das Ergebnis einer wissenschaftlichen Kontroverse. Hinter der Fassade des akademischen Disputs spielte sich ein menschliches Drama in Szenen voll Liebe und Eifersucht, Misstrauen und Enttäuschung ab, in dem Sabina Spielrein zwischen den Fronten stand.