LETZTE SAISON - WENN ES ZEIT IST ZU STERBEN

Regie: Sigrid Faltin
Deutschland 2011 | DF | 93 Min.
Dr. Rilling, Oberarzt im St. Josefskrankenhaus Freiburg, wird täglich mit dem Sterben konfrontiert. Wo soll der Arzt noch eingreifen, wo hilft er dem Patienten, wo verlängert er nur unnötig Leiden? Sigrid Faltin und ihr Team durften ihn bei seiner Arbeit begleiten.
Elf Tage, nachdem Gisela Z. in Ruhestand gegangen ist, muss er ihr mitteilen, dass sie unheilbar krank ist: Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wie reagieren Gisela Z. und ihre Angehörigen auf die katastrophale Nachricht, wie bereitet sie sich auf den Abschied vor?
Sein 96jährigen Vater soll so ruhig wie möglich sterben dürfen, ohne dass am Tag X noch Intensivmaßnahmen eingeleitet werden. »Dies ist seine letzte Saison«, sagt Dr. Rilling, und das weiß auch sein Vater.
Sigrid Faltin hat sich in ihrem Film ungeschminkt den Themen Krebs und Sterbebegleitung gewidmet und das Vertrauen von drei Todgeweihten erlangt.
»Der Film schaut dorthin, wo Schmerz und Leid regieren, wo jeder von uns eines Tages hinkommen wird: ans Ende des Lebens. Ein Film, in dem es um die letzten Dinge geht, um das wirklich Wichtige im Leben: wenn es Zeit ist zu sterben.« (Grimme-Institut)

Für den Dokumentarfilm "Letzte Saison" hat die Freiburger SWR-Journalistin Sigrid Faltin den Arthur-Koestler-Preis 2011 der Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben erhalten.

Über Sterben und den absehbaren Weg zum Tod redet man nicht gerne.
Ebenso wenig über Krebs; erst recht nicht, wenn es sich um ein Pankreaskarzinom handelt, das nur palliativ zu behandeln ist. Vor diesem Hintergrund bewegt sich die Sterbebegleitung mit der Kamera auf einem schmalen Grad zwischen Betroffenheit und dem Blick durch ein Schlüsselloch auf ein zu Ende gehendes Leben.

Sommer 2010: die Freiburger Buchhändlerin Gisela Zeller ist seit elf Tagen im Ruhestand. Die sportlich-elegante Intellektuelle hat noch viel vor. Nach einer Routineuntersuchung teilt ihr der Arzt einen Befund mit, wie er schlimmer nicht sein kann:
Bauchspeicheldrüsenkrebs, der bereits auf die Leber übergegriffen hat.
Im Regelfall haben Patienten mit dieser Diagnose nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Monaten. Aber wie immer bei Krebs sind verlässliche Prognosen letztlich unmöglich. Selbst beim gefürchteten Pankreaskarzinom besteht ein kleines Fünkchen Hoffnung. Deshalb willigt Gisela Zeller ein, sich einer Chemotherapie zu unterziehen.
Die Therapie scheint bei ihr tatsächlich zu wirken. Vorsichtige Hoffnung. Der Verlauf der Krankheit wird damit zwar nicht zu stoppen sein, aber vielleicht lässt er sich verzögern. Es ist Herbst, als es für Gisela Zeller zur Gewissheit wird, dass sich die Krankheit doch nicht aufhalten lässt, ihr Tod in absehbarer Zeit unausweichlich ist.
Sigrid Faltin hat Gisela Zeller auf ihrem Weg des Abschiednehmens begleitet. Das Ergebnis ist der Dokumentarfilm „Letzte Saison – Wenn es Zeit ist zu sterben“.
„Dies ist meine letzte Saison. Na und?“ sagt in Faltins Film der 96jähriger Dr. Franz Rilling, der Vater des Internisten und Krebspatient, der ebenfalls um den nahen Tod weiß. Am Schluss sieht man ihn in ungebrochener Vitalität Fahrrad fahren.
Mit diesem schönen Bild entlässt Sigrid Faltin den Zuschauer aus ihrem Film, der zum Besten gehört, dass in letzter Zeit zum Thema Tod und Sterbegleitung gedreht wurde. Faltin und ihre Protagonisten haben Hesse beim Wort genommen: „Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“ Das macht „Letzte Saison – Wenn es Zeit ist zu sterben“ zu einem tröstlichen Film und das will bei diesem Thema etwas heißen!

Grimme-Institut:
Sigrid Faltin hat sich in ihrem Film über ein gesellschaftliches Tabuthema ungeschminkt mit dem Thema Krebs auseinandergesetzt. Sie hat das Vertrauen von drei Todgeweihten erlangt die sich bereit erklärten, die ihnen noch verbleibende Zeit filmisch zu begleiten. Der Film schaut dort hin, wo Schmerz und Leid regieren, wo jeder von uns eines Tages hinkommen wird: ans Ende des Lebens. Ein Film, in dem es um die letzten Dinge geht, um das wirklich Wichtige im Leben: wenn es Zeit ist zu sterben.

NOZ - Neue Osnabrücker Zeitung:
"Der Satz fällt nicht als erster, doch er bringt die Dramatik auf den
Punkt: „Es wird Ihr Leben verkürzen“, sagt Dr. Matthias Rilling zu Gisela Zeller. Die 65-Jährige hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Als die Filmemacherin Sigrid Faltin die Situation aufnimmt, weiß noch niemand, dass Gisela Zeller in sechs Monaten sterben wird.
„Letzte Saison. Wenn es Zeit ist zu sterben“ heißt der beeindruckende Dokumentarfilm, den Sigrid Faltin im Auftrag des Südwestrundfunks erarbeitet hat. Wie ist es für Betroffene, Angehörige, Betreuer und Ärzte, wenn ein Mensch kurz vor dem Tod steht? Das wollte Sigrid Faltin zeigen. Doch wie findet man Menschen, die mitmachen? Wer ist bereit, sich in dieser Phase von einer Kamera begleiten zu lassen? Im Freiburger Josefskrankenhaus machte sich Faltin mit dem Arzt Dr.
Matthias Rilling auf die Suche. Und sie gelangte an drei Kranke, die bereit waren, in diesen besonderen Wochen ein Kamerateam um sich zu haben.
Behutsam hat sie sich Gisela Zeller ebenso angenähert wie den beiden Männern des Films. Da ist zum einen Rupert Gässler mit 87 Jahren und zum anderen Rillings 96-jähriger Vater Franz, der bereit ist zu sterben – und der Einzige ist, der bis heute lebt.
Im Mittelpunkt steht jedoch Gisela Zeller, der zu Beginn des Films nicht anzusehen ist, dass sie eine lebensbedrohliche Krankheit hat.
Für die Nähe zu ihr hat Sigrid Faltin eine Erklärung, die berührt.
„Ich bin kurz vor den Dreharbeiten selbst an Brustkrebs erkrankt.“ Nach ihrer Heilung habe sie intensiv überlegt, ob sie den Film dennoch machen möchte – und ist dann ihrem Gefühl gefolgt.

Weitere Infos auf der Homepage von Sigrid Faltin: www.whitepepper.deFür den Dokumentarfilm "Letzte Saison" hat die Freiburger SWR-Journalistin Sigrid Faltin den Arthur-Koestler-Preis 2011 der Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben erhalten.

Über Sterben und den absehbaren Weg zum Tod redet man nicht gerne.
Ebenso wenig über Krebs; erst recht nicht, wenn es sich um ein Pankreaskarzinom handelt, das nur palliativ zu behandeln ist. Vor diesem Hintergrund bewegt sich die Sterbebegleitung mit der Kamera auf einem schmalen Grad zwischen Betroffenheit und dem Blick durch ein Schlüsselloch auf ein zu Ende gehendes Leben.

Sommer 2010: die Freiburger Buchhändlerin Gisela Zeller ist seit elf Tagen im Ruhestand. Die sportlich-elegante Intellektuelle hat noch viel vor. Nach einer Routineuntersuchung teilt ihr der Arzt einen Befund mit, wie er schlimmer nicht sein kann:
Bauchspeicheldrüsenkrebs, der bereits auf die Leber übergegriffen hat.
Im Regelfall haben Patienten mit dieser Diagnose nur noch eine Lebenserwartung von wenigen Monaten. Aber wie immer bei Krebs sind verlässliche Prognosen letztlich unmöglich. Selbst beim gefürchteten Pankreaskarzinom besteht ein kleines Fünkchen Hoffnung. Deshalb willigt Gisela Zeller ein, sich einer Chemotherapie zu unterziehen.
Die Therapie scheint bei ihr tatsächlich zu wirken. Vorsichtige Hoffnung. Der Verlauf der Krankheit wird damit zwar nicht zu stoppen sein, aber vielleicht lässt er sich verzögern. Es ist Herbst, als es für Gisela Zeller zur Gewissheit wird, dass sich die Krankheit doch nicht aufhalten lässt, ihr Tod in absehbarer Zeit unausweichlich ist.
Sigrid Faltin hat Gisela Zeller auf ihrem Weg des Abschiednehmens begleitet. Das Ergebnis ist der Dokumentarfilm „Letzte Saison – Wenn es Zeit ist zu sterben“.
„Dies ist meine letzte Saison. Na und?“ sagt in Faltins Film der 96jähriger Dr. Franz Rilling, der Vater des Internisten und Krebspatient, der ebenfalls um den nahen Tod weiß. Am Schluss sieht man ihn in ungebrochener Vitalität Fahrrad fahren.
Mit diesem schönen Bild entlässt Sigrid Faltin den Zuschauer aus ihrem Film, der zum Besten gehört, dass in letzter Zeit zum Thema Tod und Sterbegleitung gedreht wurde. Faltin und ihre Protagonisten haben Hesse beim Wort genommen: „Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“ Das macht „Letzte Saison – Wenn es Zeit ist zu sterben“ zu einem tröstlichen Film und das will bei diesem Thema etwas heißen!

Grimme-Institut:
Sigrid Faltin hat sich in ihrem Film über ein gesellschaftliches Tabuthema ungeschminkt mit dem Thema Krebs auseinandergesetzt. Sie hat das Vertrauen von drei Todgeweihten erlangt die sich bereit erklärten, die ihnen noch verbleibende Zeit filmisch zu begleiten. Der Film schaut dort hin, wo Schmerz und Leid regieren, wo jeder von uns eines Tages hinkommen wird: ans Ende des Lebens. Ein Film, in dem es um die letzten Dinge geht, um das wirklich Wichtige im Leben: wenn es Zeit ist zu sterben.

NOZ - Neue Osnabrücker Zeitung:
"Der Satz fällt nicht als erster, doch er bringt die Dramatik auf den
Punkt: „Es wird Ihr Leben verkürzen“, sagt Dr. Matthias Rilling zu Gisela Zeller. Die 65-Jährige hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Als die Filmemacherin Sigrid Faltin die Situation aufnimmt, weiß noch niemand, dass Gisela Zeller in sechs Monaten sterben wird.
„Letzte Saison. Wenn es Zeit ist zu sterben“ heißt der beeindruckende Dokumentarfilm, den Sigrid Faltin im Auftrag des Südwestrundfunks erarbeitet hat. Wie ist es für Betroffene, Angehörige, Betreuer und Ärzte, wenn ein Mensch kurz vor dem Tod steht? Das wollte Sigrid Faltin zeigen. Doch wie findet man Menschen, die mitmachen? Wer ist bereit, sich in dieser Phase von einer Kamera begleiten zu lassen? Im Freiburger Josefskrankenhaus machte sich Faltin mit dem Arzt Dr.
Matthias Rilling auf die Suche. Und sie gelangte an drei Kranke, die bereit waren, in diesen besonderen Wochen ein Kamerateam um sich zu haben.
Behutsam hat sie sich Gisela Zeller ebenso angenähert wie den beiden Männern des Films. Da ist zum einen Rupert Gässler mit 87 Jahren und zum anderen Rillings 96-jähriger Vater Franz, der bereit ist zu sterben – und der Einzige ist, der bis heute lebt.
Im Mittelpunkt steht jedoch Gisela Zeller, der zu Beginn des Films nicht anzusehen ist, dass sie eine lebensbedrohliche Krankheit hat.
Für die Nähe zu ihr hat Sigrid Faltin eine Erklärung, die berührt.
„Ich bin kurz vor den Dreharbeiten selbst an Brustkrebs erkrankt.“ Nach ihrer Heilung habe sie intensiv überlegt, ob sie den Film dennoch machen möchte – und ist dann ihrem Gefühl gefolgt.

Weitere Infos auf der Homepage von Sigrid Faltin: www.whitepepper.de