CINEBRASIL - BRASILIANISCHES FILMFESTIVAL (25. - 27. Nov.)

MUTUM

Reihe: CINEBRASIL - BRASILIANISCHES FILMFESTIVAL (25. - 27. Nov.)
Regie: Sandra Kogut | Buch: Drehbuch Rosa Ana Luiza Martins Costa und Sandra Kogut nach "Campo Geral" von João Guimarães | mit: Bernardo Marinho , Antônio Calloni , Carolina Ferraz , Giulia Gam
Brasilien 2007 | OmeU | 95 Min.
Mutum, so heißt ein Ort im brasilianischen Hinterland. Hier wächst der zehnjährige Thiago auf. Er lebt bei seiner Familie und betrachtet mit Befremden das merkwürdige Universum der Erwachsenen. Zusammen mit seinem Bruder Felipe tritt er dieser Welt aus Betrug, Gewalt und trügerischer Stille entgegen.
MUTUM wurde im Sertão, der kargen Savannenlandschaft im Landesinneren Brasiliens, gedreht. Die meisten der Darsteller kommen aus dieser Gegend und waren noch nie in einem Kino. Nach langer Vorbereitungszeit, in der Darsteller und Filmteam auf einer Farm zusammenlebten, entstand MUTUM als eine Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm. Die täglichen Erfahrungen des gemeinsamen Lebens auf der Farm flossen in das Drehbuch ein, das auf die Novelle »Campo Geral« von João Guimarães Rosa zurückgeht. Für den oft mit James Joyce verglichenen Autor, der einen Großteil seines Werks hier ansiedelte, wurde der Sertão zum Sinnbild der Welt. Der Debütfilm gewann 25 Preise, u.a. »Best film« bei den Festivals in Rio de Janeiro, Cancun und Kapstadt. Er lief u.a. beim »Festival de Cannes« und auf der Berlinale und kam in Brasilien, Frankreich und in den USA ins Kino.

Die Regisseurin: Sandra Kogut wurde 1965 in Rio de Janeiro, Brasilien, geboren und lebt heute in den USA. In Rio de Janeiro studierte sie Philosophie und Kommunikationswissenschaften. Sie ist eine der bekanntesten und profiliertesten Filmemacherinnen Lateinamerikas. Seit 1986 dreht sie zahlreiche preisgekrönte Filme und Videos. Im Jahr 2007 realisierte sie ihr international ausgezeichnetes Spielfilmdebüt MUTUM. Für die Vorbereitungsphase zu MUTUM zog Sandra Kogut in den Sertão, die karge Savannenlandschaft im Landesinneren Brasiliens. Monatelang lebte sie dort mit den Einheimischen. Die Erfahrung des gemeinsamen Lebens auf der Farm flossen in das Drehbuch ein. Es basiert auf der Novelle „Campo Geral“ (“Hinterland“) von João Guimarães Rosa, einem der bedeutendsten brasilianischen Schriftsteller des 20.Jahrhunderts.
Der Debütfilm gewann 25 Preise, unter anderem „Best film“ bei den Festivals in Rio de Janeiro, Cancun und Kapstadt. Er lief unter anderem beim „Festival de Cannes“ und auf der Berlinale und kam in Brasilien, Frankreich und in den USA ins Kino.
Koguts Werke verbinden das Dokumentarische mit dem Fiktionalen, das Experimentelle mit dem Essayistischen, das Persönliche mit dem Kollektiven. Ihre Filme sind gleichzeitig lyrisch und ironisch, leicht und spielerisch, aber auch unmittelbar und ernsthaft. Sie wirken aufklärerisch ohne didaktisch vorzugehen.