CINEBRASIL - BRASILIANISCHES FILMFESTIVAL (25. - 27. Nov.)

5 X FAVELA - AGORA PRO NÓS MESMOS

Fünfmal Favela, jetzt von uns selbst

Reihe: CINEBRASIL - BRASILIANISCHES FILMFESTIVAL (25. - 27. Nov.)
Regie: Manaíra Carneio, Wagner Novais, Rodrigo Felha, Cacau Amaral, Luciano Vidigal, Cadu Barcellos und Luciana Bezerra
Brasilien 2010 | OmeU | 103 Min.
5 x Favela, Agora Por Nós Mesmos ist der erste brasilianische Spielfilm, der komplett von jungen Favela-Bewohnern konzipiert, geschrieben und realisiert wurde. Fünf Kurzfilme von je etwa 20 Minuten Länge, die unterschiedliche Facetten über das Leben in der Favela zeigen:

Fonte de Renda – Einkommensquelle
Regie: Manaíra Carneio und Wagner Novais
Darsteller: Silvio, Guindane, Gregorio Duvivier, Hugo Carvana, Dandara Guerra

Ein junger Mann aus armen Verhältnissen realisiert seinen Traum, Jura zu studieren. Aber die hohen Ausgaben für Bücher und Transportkosten bringen ihn in Bedrängnis. Soll er den Bitten seiner Kommilitonen nachgeben und Drogen verkaufen und so sein Studium finanzieren?

Arroz com Feijão – Reis mit Bohnen
Regie: Rodrigo Felha und Cacau Amaral
Darsteller: Juan Paiva, Pablo Vinicius, Flavio Bauraqui, Ruy Guerra

Eines Tages hört der zwölfjährige Wesley wie sein Vater sich über sein tägliches Lunchpaket, aus Reis und Bohnen bestehend, beschwert. Als Geburtstagsgeschenk für seinen Vater macht er sich also auf die Suche nach einem Huhn, was sich als gar nicht so einfach entpuppt.

Concerto para Violino – Violinkonzert

Regie: Luciano Vidigal
Darsteller: Thiago Martins, Cintia Rosa, Samuel de Assis, Feijão (Washington Rimas)

Als sie noch Kinder waren, haben Márcia, Jota und Ademir sich ewige Freundschaft geschworen. aber ihre Wege trennen sich. Als Erwachsene träumt Márcia von einer Karriere als Violinistin, und während Jota Drogendealer wird, tritt Aldemir der Polizei bei. Als die beiden sich nach Jahren in einer Drogenrazzia gegenüberstehen, wird Márcias Traum einer Musikerkarriere jäh beendet.

Deixa Voar – Lass ihn fliegen
Regie: Cadu Barcellos
Darsteller: Vitor Carvalho, Joyce Lohanne, Luis Fernando, Luciano Vidigal, Marcelo Mello

Beim Drachensteigen lässt Flávio den Drachen eines Freundes in eine verfeindete Favela fallen. Von seinem Freund gedrängt, muss er sich auf verbotenem Boden bemühen, den Drachen wiederzufinden.

Acende a Luz – Mach das Licht an
Regie: Luciana Bezerra
Darsteller: Márcio Vito, João Carlos Artigos, Dila Guerra, Roberta Rodrigues

Heiligabend. Seit 3 Tagen gibt es in der Favela keinen Strom. Die Techniker, die von der Elektrizitätsfirma geschickt wurden, können das Problem nicht lösen. Die Bewohner beschließen also einen der Techniker dort festzuhalten, bis die Stromkreisläufe wieder im Gang sind.

1961 entstand der Film »Cinco Vezes Favela« (»Fünfmal Favela«) von fünf jungen Filmemachern, die der brasilianischen Mittelschicht und der Studentenbewegung angehörten. Carlos Diegues, Joaquim Pedro de Andrade, Leon Hirszman, Marcos Farias und Miguel Borges waren jene Studenten, die diesen Film zu einem Meilenstein des modernen brasilianischen Kinos und des Cinema Novo machen sollten. Vier Jahrzehnte später führt das Projekt »Cinco Vezes Favela, Agora por Nós Mesmos« (»Fünfmal Favela, jetzt von uns selbst«) fünf junge Filmemacher aus den Favelas Rio de Janeiros zusammen, die ihr Können in Filmworkshops und Kursen bei den Protagonisten des aktuellen brasilianischen Kinos erwerben konnten.