ELLY …

DarbĀreye Elly

Regie: Asghar Farhadi
Iran/Frankreich 2009 | OmU | 115 Min.
Drei junge Paare aus Teheran machen sich fröhlich auf zu einem Wochenende am Kaspischen Meer. Neben ihren Kindern ist auch der in Deutschland lebende Ahmad mit dabei, nach einer gescheiterten Ehe auf der Suche nach einer neuen Frau. Deshalb bringt Sepideh auch Elly mit, die hübsche Kindergärtnerin ihrer Tochter. Ihr heimlicher Plan, sie mit Ahmad zu verkuppeln, bietet den anderen eine großartige Plattform für Scherze und Anspielungen. Als am zweiten Tag die Männer Volleyball spielen und die Frauen shoppen gehen wollen, bietet Elly an, auf die Kinder aufzupassen. Plötzlich jedoch treibt einer der Jungen leblos im Wasser. Offenbar war Elly am Strand unaufmerksam. Kaum ist der Kleine gerettet, bemerkt die Freundesclique, dass Elly verschwunden ist. Eine Suche beginnt, aber mehr und mehr unterlaufen Ängste und Vorurteile das gemeinsame Handeln. Die leicht überdrehte Fröhlichkeit des vergangenen Abends weicht einer immer bedrohlicher erscheinenden Atmosphäre.
»Als vor anderthalb Jahren die grüne Revolution in Iran scheiterte, lag eine wichtige Ursache für das Misslingen dieser Protestbewegung darin, dass die Funktionseliten dem Staat die Treue hielten: die Beamten, Geschäftsleute, Ladenbesitzer und höheren Angestellten. Über ihre Gründe kann man ausführliche Analysen anstellen. Asghar Farhadi hat einen Film darüber gedreht. Er enthält keine einzige politische Meinungsäußerung, keinen einzigen Politikernamen, keinen einzigen Satz über Freiheit und Diktatur. Aber er spricht.« (FAZ)
Mit mehr als 1 Million iranischer Zuschauer wurde ELLY zu einem der erfolgreichsten Filme der vergangenen Kinosaison. Der Film wurde vielfach ausgezeichnet unter anderem mit dem Silbernen Bären der Berlinale.