CINELATINO

Hiroshima

Reihe: CINELATINO
Regie: Pablo Stoll
Uruguay/Spanien/Kolumbien/Argentinien 2009 | OmeU | 80 Min.
Der wortkarge Juan durchwandert einen gewöhnlichen Tag in seinem Leben: Er arbeitet nachts in einer Bäckerei und schläft am Tag. Nebenher singt er in einer Rockband. Hiroshima führt den Zuschauer durch die surreale Welt des jungen Mannes. Im Film wird kaum gesprochen – allein Musik, Umgebung und Geräusche lassen uns in die traumartigen Wahrnehmungen des Protagonisten eintauchen. Dieser bewegt sich taumelnd zwischen Realität und Fiktion. Dabei verkörpert Juan Andrés Stoll, der Bruder des Regisseurs Pablo Stoll, die Hauptperson. Somit spielt er in Hiroshima keine ihm fremde Person. Der stille Juan Stoll durchstreift sein eigenes Leben, sein eigenes Ich, welches seinen Bruder Pablo zu diesem Film inspiriert hat. Hiroshima ist Juan Pablo Rebella gewidmet, dem verstorbenen Freund von Pablo Stoll, der 2006 Selbstmord beging. Mit ihm realisierte er 25 Watt und Whisky, der 2005 beim CineLatino gezeigt wurde.

Juan trabaja de noche en una panadería y duerme de día. De forma lacónica, surreal, entre ficción y realidad, Hiroshima acompaña al joven en su vida. La película es tan silenciosa como el propio Juan y consigue a través de la música, ruidos de fondo e imágenes sencillas, hipnotizar al espectador.

Pablo Stoll, 1974 in Montevideo, Uruguay, geboren, erhielt 2001 gemeinsam mit Juan Pablo Rebella für ihren ersten Film 25 Watt und 2004 für Whisky weltweit Preise. 2006 arbeitet er für das TV Comedy-Programm Los Informantes. Er dreht zahlreiche Videoclips und Kurzdokus. Hiroshima ist sein erster Spielfilm in Soloregie. Derzeit arbeitet er an dem Spielfilm 3. Hiroshima erhielt 2009 auf dem 24. Festival del Cine de Mar del Plata sowie auf dem Festival del Nuevo Cine Latinoamericano La Habana lobende Erwähnung.