CINELATINO

A alegria

Die Freude

Reihe: CINELATINO
Regie: Felipe Bragança
Brasilien 2010 | OmeU | 106 Min.
Luiza ist 16 Jahre alt und bis über beide Ohren verliebt. Es ist der Sommer ihres Lebens, ein Sommer voller Träume und Hoffnungen, aber auch voller Gewalt und Rückschläge. Als ihr Cousin bei einem Schusswechsel verletzt wird und daraufhin verschwindet, sieht sich Luiza zwar mit den Schattenseiten ihrer Heimatstadt Rio de Janeiro konfrontiert, doch sie will sich nicht unterkriegen lassen und trotz der Hürden im Leben vor allem eins sein: fröhlich. A alegria ist ein Film über die leise, aber bestimmte Rebellion von Teenagern in einer Stadt, in der Paradies und Hölle nicht näher beieinanderliegen könnten. In einem kinematografischen Rauschen zelebriert er das Leben und enthüllt auf scharfsichtige und zugleich poetische Weise die Seele der brasilianischen Jugendlichen, die sich ins Leben stürzen und die drohende Apokalypse nicht sehen.

Luiza, una joven de 16 años, está enamoradísima. Es el verano de su vida, un verano lleno de sueños y esperanzas pero también de peligros y violencia porque el primo de Luiza fue herido a balazos y desaparece. Pero ella no quiere rendirse …

Felipe Bragança und Marina Meliande, beide 1980 geboren, drehen seit ihrer Studienzeit gemeinsam Filme, darunter die preisgekrönten Kurzfilme Por dentro de uma gota d'água und O nome dele (o clóvis). A alegria ist der zweite Teil ihrer Coração no fogo-Trilogie, einer experimentellen Filmreihe, welche die realistischen Traditionen des brasilianischen Kinos in Frage stellt. A alegria wurde 2010 in Cannes bei der Quinzaine des Réalisateurs präsentiert.