CINELATINO

HUACHO

Reihe: CINELATINO
Regie: Alejandro Fernández Almendras
Chile/F/D 2009 | OmU | 90 Min.
Das Langfilmdebüt von Alejandro Fernández Almendras erzählt einen Tag im Leben einer südchilenischen Bauernfamilie und wurde in seiner Geburtsstadt Chillán gedreht, mit Laiendarstellern, die den Zuschauer mit großer Natürlichkeit an ihrem fiktiven Alltag teilhaben lassen. Wir sehen die Großmutter Käse herstellen, den sie anschließend an der Straße verkauft. Wir begleiten die Tochter bei ihrer Arbeit in einer Pension, besuchen mit dem Enkel die Schule und beobachten den Großvater beim Aufstellen eines Zauns. Durch seinen dokumentarischen Charakter liefert der Film einen Einblick in die Lebensrealität der Protagonisten zwischen Tradition und Globalisierung. Darauf spielt auch der Titel Huacho an, ein in der Region üblicher Ausdruck für Menschen oder Dinge, die verlassen oder aufgegeben wurden.

La película, rodada con actores no profesionales, describe de forma auténtica y sencilla un día en la vida de una familia campesina del sur de Chile, habla de los deseos y preocupaciones (financieras) de los protagonistas pero también de la cariñosa ternura que se regalan mutuamente en su vida en común.

Der 1971 geborene Alejandro Fernández Almendras arbeitete nach seinem Bachelor als Filmkritiker, Fotograf und Journalist. Seine Kurzfilme La Ofrenda (2003), Desde Lejos (2006) und Lo Que Trae La Lluvia (2007) liefen auf vielen internationalen Festivals. Nach der Premiere 2009 in Cannes in der Semaine de la critique gewann Huacho den ersten Preis als Bester Nachwuchsfilm beim Festival del Nuevo Cine Latinoamericano La Habana. Derzeit arbeitet er an seinem zweiten Spielfilm Sentados Frente Al Fuego.