CINELATINO

LA ISLA -ARCHIVE EINER TRAGÖDIE

Reihe: CINELATINO
| Buch: Uli Stelzner
Guatemala/Deutschland 2009 | OmU | 85 Min.
La isla war das geheime Gefängnis des Kommandos der Policia Nacional in Guatemala-Stadt. Als auf dem Gelände der heutigen Polizeischule im Jahr 2005 eine Explosion zufällig das Archiv der Nationalpolizei freilegt, öffnet sich auch der Blick in eine Vergangenheit, die Armee und Polizei zu vertuschen suchen. Eine junge Generation von Mitarbeitern macht sich daran, anhand der umfangreichen Dokumente die Geschichte nachzuzeichnen, eigene Familientragödien zu recherchieren und die Verschleppung und Ermordung Hunderttausender seit den 1930er-Jahren aufzuarbeiten. Sie widersetzen sich damit einem auch heute noch mächtigen System, das bis in die 80er-Jahre wütete und auf Straflosigkeit aus Mangel an Beweisen setzt und damit den Terror nach wie vor zu legitimieren versucht.

Una explosión deja libre casualmente el archivo de la Policía Nacional en Guatemala, donde se encontraba documentada la persecución y el asesinato de cientos de miles de personas desde los años 30. Una generación de jóvenes policías se mete de lleno a trabajar para destapar la historia del sistema del terror.

Uli Stelzner, 1961 in Hiltrup geboren, dreht seit 1992 Dokumentarfilme und pendelt seit Jahren zwischen Berlin und Zentralamerika, wo er sich für soziale Projekte engagiert. 2004 hat er beim CineLatino seine Dokumentation Testamento vorgestellt, beim CineLatino 2007 wurde Asalto al sueño gezeigt. Auf dem Dokumentarfilmfestival München 2010 erhielt er für La isla – Archive einer Tragödie den Preis der Jury.