Orte der Kultur für alle

BEHAUPTUNG DES RAUMS - WEGE UNABHÄNGIGER AUSSTELLUNGSKULTUR IN DER DDR

Reihe: Orte der Kultur für alle
Regie: Claus Löser | Buch: Jakobine Motz
Deutschland 2009 | 100 Min.
Spätestens nach der Ausbürgerung Wolf Biermanns im Herbst 1976 entwickelte sich in der DDR in zunehmendem Maße eine Kultur, die sich bewusst von den offiziellen Apparaturen der Kunstproduktion und -verbreitung abgrenzte und sich eigene Strukturen schuf. Neben Selbsthilfezeitschriften sorgten auch Galerien für eine öffentliche Wahrnehmung dieser künstlerischen Emanzipationsbewegung. Dieser Film erzählt die Geschichte der Galerie »Eigen+Art« in Leipzig. Sie kann in diesem Kontext als Modellfall für zivilgesellschaftliche Courage im letzten DDR-Jahrzehnt betrachtet werden. Hier wurde ein wirksames Refugium geistiger Autonomie geschaffen, in dem sich junge Kreative einen selbst bestimmten Raum des künstlerischen Austausches schufen.