Europa ’51
Der italienische Neorealismus gilt als eine der einschneidenden Bewegungen der Filmgeschichte, als Impulsgeber für eine grundlegende Erneuerung der europäischen Kinematografie. Die zentrale Gestalt dieser Stilrichtung ist ohne Zweifel der am 8. Mai 1906 in Rom geborene Roberto Rossellini.
EUROPE ’51 ist das rätselhaft kühle Melodram um eine Frau (Ingrid Bergman), die glaubt, am Tod ihres elfjährigen Sohnes mitschuldig zu sein und darüber in eine schwere Krise gerät. Verzweifelt versucht sie ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben, wird jedoch von ihrem Ehemann zum Schluss in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Rossellinis Parabel auf den sozialen und gesellschaftlichen Zustand Europas sechs Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist laut Eric Rohmer der Versuch des Regisseurs, „allein durch die Kraft dessen, was er dem Auge bietet: Blick, Haltung, das psychische Sein dieser Frau und derer um sie herum, die Existenz der Seele selbst zu beweisen.“
Gewissensfragen
Regie
Roberto Rossellini
Mit
Ingrid Bergman, Alexander Knox, Ettore Giannini
Land, Jahr | Fassung | Länge
Italien 1952 | OmeU | 100 Min.
Wann
Do 08.01., 21:15
So 11.01., 19:00
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)