Das Ornament in der Kunst

 

 

In Kooperation mit der Kunstwissenschaftlichen Gesellschaft befassen wir uns mit dem Thema „Das Ornament in der Kunst“. Das Ornament kann eine Kommunikationsform sein, die ohne Worte auskommt. Und dennoch wollen wir den Versuch unternehmen ausgewählte Ornamente „zu übersetzen“, um sie besser zu verstehen: Was sehen wir, wenn wir ein Ornament sehen? Gelingt es uns, es mit den Augen zu verfolgen und auch mit dem Geist? Verstehen wir die faszinierenden Ausprägungen des Ornaments, auch wenn sie Jahrhunderte alt sind oder weit gereist?

Mosaïc

Auf ihren Reisen nach Usbekistan, Marokko, Spanien, Iran, Ägypten und in die Türkei spürte die bildende Künstlerin Deborah S. Phillips den Ursprüngen ornamentaler Kultur nach. Ihre Eindrücke hielt sie in Zeichnungen, Fotografien, Super-8- und 16mm-Aufnahmen fest und fügte sie zu dem Experimentalfilm MOSAÏC (2001) zusammen. Darin verschmelzen jüdische und islamische architektonische Traditionen und Ornamentik miteinander und verwandeln sich in bewegte Mosaike, die kippen, drehen, schwingen. Begleitet von Musik wird so beim Betrachten ein hypnotischer Sog ausgelöst. Der Film ist eine bewegte Collage, die kommentarlos Grenzen überschreitet und an vergangenes Zusammenleben erinnert.

Wann
Mi 22.10., 19:30, zu Gast: Die Filmemacherin und Künstlerin Deborah S. Phillips

Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg

Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)

GABBEH

Das im Südosten des Iran lebende Nomadenvolk der Ghashgai, das vom Aussterben bedroht ist, ist bekannt für seine Kunst, Gabbeh zu webe: großflächige, sehr farbenprächtige Teppiche. Gabbehs spielen eine zentrale Rolle im Leben der Stämme, in ihnen spiegeln sich profane Dinge des Alltags ebenso wie transzendente Erfahrungen.

 

Wann
Fr 16.01., 19:00

Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg

Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)

Oskar Fischinger – Musik für die Augen

Oskar Fischinger (1900 –1967) zählt zu jener Kinoavantgarde der 1920er- und 1930er-Jahre, die auf erzählerische Strukturen verzichtete und stattdessen Farben und Formen sowie deren Bewegungsrhythmen in den Mittelpunkt rückte. Harald Pulchs und Ralf Otts Dokumentarfilm widmet sich dem facettenreichen Leben dieses Mannes, der nicht nur Filmemacher, sondern auch Trickfilmexperte, gefragter Fachmann für Spezialeffekte und Maler war. In seinen faszinierenden Visualisierungen klassischer Musik durch rhythmisch bewegte Formelemente führte er spielerisch und zugleich höchst präzise Bild und Ton zusammen. Sie entstanden von Hand – ohne die Möglichkeit der digitalen Bildbearbeitung.

Wann
Fr 23.01., 19:00

Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg

Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)

The Tree of Authenticity

Sammy Balojis experimenteller Dokumentarfilm führt an die Ufer des Kongos zu der ehemaligen Forschungsstation Yangambi. Einst ein bedeutendes wissenschaftliches Zentrum, verfällt der Ort zu Ruinen, die nach und nach vom Dschungel zurückerobert werden. Ausgehend von diesem Ort erzählt Baloji die Geschichte zweier Wissenschaftler, Paul Panda Farnana und Abiron Beirnaert, die zwischen 1910 und 1950 in Yangambi forschten. Baloji verbindet die persönlichen Erfahrungsberichte der beiden Forscher mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und immersiven Soundscapes und zeichnet so die Auswirkungen der belgischen Kolonialisierung nach.

Wann
So 25.01., 17.00

Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg

Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)