Ashik-Kerib
Parajanovs letzter Film basiert auf einer Versdichtung des russischen Romantikers Michail Lermontov und erzählt die Geschichte des muslimischen Wandersängers Kerib, der sich in die Tochter eines Kaufmanns verliebt. Dieser schickt den jungen Poeten erst einmal auf eine tausendtägige Reise, damit er sein Glück mache. Ein in der Gegend um Baku gedrehter, vielsprachiger, farbenprächtiger Bilderreigen wie aus 1001 Nacht, reich an Ornamenten, Metaphern und Symbolen, in sorgfältig gestalteten Bildkompositionen, voller Wärme und (Selbst-)Ironie. Der Film ist seinem Freund Andrei Tarkowski gewidmet.
Vorfilm: ARABESKEBI PIROSMANIS TEMAZE (ARABESKEN ZUM THEMA PIROSMANI)
Niko Pirosmanišvili (1862–1918) ist einer der größten naiven Maler und eine herausragende Künstlerpersönlichkeit Georgiens. Er erhielt keine künstlerische Ausbildung und lebte zeitlebens in Armut, hinterließ jedoch eine große Zahl faszinierender Bilder, in denen er Menschen und Milieu seiner Umwelt und Figuren der Phantasie darstellte. Parajanovs Dokumentarfilm erzählt nicht die Lebensgeschichte Pirosmanis, sondern evoziert seine Kunst und seine Epoche durch die poetische Montage von Elementen seines Werks.
Filme von Sergei Parajanov
Regie
Sergei Parajanov, Dodo Abashidze
Land, Jahr | Länge | Format
Georgische SSR 1988| OmeU | 73 Min. | 35 mm
Wann
Mi 22.07., 19:30
Wo
Kinosaal
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg
Eintritt
8,00 € (normal) / 7,00 € (5er Karte) / 5,00 € (ermäßigt)