Doppelausstellung in der Galerie von Do 04.12.25 – So 11.01.26
Anklage: ‚Armenier!‘ Spuren sowjetischer Vergangenheit & Zement und Gedächtnis
ANKLAGE: ‚ARMENIER!‘ zeigt anhand von Chroniken, Dokumenten und persönlichen Schicksalen, wie sich die Sowjetisierung und der staatliche Terror in der UdSSR auf das nationale Bewusstsein der Armenier ausgewirkt haben und bis heute die Erinnerungskultur an die Sowjetzeit bestimmen.
Zugleich steht die tragische Geschichte der Armenier in der UdSSR oft im Schatten anderer, weitaus bekannterer Katastrophen der Sowjetzeit: vom GULag bis zum Terror gegen „nationale Minderheiten“. So stellt die Deportation der Armenier im Jahr 1949 bis heute sogar in der wissenschaftlichen Forschung oft noch ein Randthema dar. In dieser Ausstellung wird versucht, alle wichtigen Ereignisse der komplexen Geschichte Sowjetarmeniens zu reflektieren.
Die Fotoausstellung ZEMENT UND GEDÄCHTNIS erkundet die Stadtlandschaft von Armeniens Hauptstadt Jerewan, ihre Materialität, ihren sozialen Puls und die unterschiedlichen Schichten ihrer Vergangenheit.
Michel Abeßer nähert sich der Stadt dabei aus einer Außenseiterperspektive mit analogen und digitalen Fotografien und betrachtet sie durch visuelle Querschnitte. Dabei fragt er nach Spannungsfeldern zwischen postsozialistischem Aufbruch und Tradition, dem „Sowjetischen“ und „Nationalen“ im städtischen Raum, sowie dem Charakter als Ort des Exils und Herz der Nation.
In Kooperation mit WOG, Hazarashen Armenian Center for Ethnological Studies, CRF Center for Rights and Freedom, d´Arvestanots, HayArt Centre, Kultur-Dialog Armenien, DGO, Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte
Führungen durch die Ausstellung:
Do 4.12., 17 Uhr
Führung auf Englisch mit Anna Margolis
Sa 6.12., 17 Uhr
Führung auf Russisch mit Anna Margolis
Mi 17.12., 18 Uhr
Führung auf Deutsch mit Margarita Augustin
Sa 10.1., 18 Uhr
Führung auf Deutsch mit Margarita Augustin
Vernissage
Mi 03.12., 18:00
Wo
Galerie
Kommunales Kino Freiburg
Urachstraße 40
79102 Freiburg